Ladenburg

Ladenburg Fußballturnier der Türkisch-Islamischen Gemeinde / Pfarrer David Reichert zeigt sich begeistert

„Baustein im Gebäude der Freundschaft“

Zum dritten Mal war die Türkisch-Islamische Gemeinde Ladenburg Gastgeber eines Laienfußballturniers in der Lobdengauhalle. 16 gemischte Teams traten an. Das Finalspiel um den 3. „Lobdengau-Cup“ gewann „Autofeld Ladenburg“ gegen „Sahin Döner“ mit 3:0. Platz drei erreichte „GaLabau Ali“ nach Siebenmeterschießen. Den Fairplay- Pokal nahm das Team „Church ’n’ Friends“ um den evangelischen Pfarrer David Reichert entgegen. Das Turnier sei „ein kleiner Baustein im Gebäude der Freundschaft zwischen den Kulturen, Religionen und Weltanschauungen“, schrieb Reichert begeistert auf seiner Facebookseite.

„Besser könnte man es nicht ausdrücken“, freute sich Sabit Uzun als Chef der Veranstalter über Reicherts Worte. In Uzuns Augen zeigte ein „Mix-Spiel“ außerhalb der Wertung das „funktionierende Miteinander“ in Ladenburg auf. Dazu traten neben weiteren Spielern auch Bürgermeister Stefan Schmutz, Polizeirevierleiter Peter Oechsler, Feuerwehrvizechef Markus Wolf, Pfarrer Reichert, Jugendgemeinderat Fabian Steigerwald, Hüseyin Calhanoglu, Sinan Sürer, Moderator Baykus sowie der Ladenburger Imam Menaf Sem neben Kollegen aus Hockenheim und Weinheim von der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) an.

Faires Miteinander

Zum Erfolg trug eine professionell wirkende Organisation unter Mithilfe des ehemaligen Fußballprofis und Trainers Kenan Koçak aus Ilvesheim bei. Je zwei ausgebildete Schiedsrichter leiteten die Begegnungen. Erstmals gingen 15 der 16 gemischten Teams ausschließlich mit Spielerinnen und Spielern aus Ladenburger Unternehmen, Vereinen und Organisationen an den Start.

In der Pause begeisterte eine Folkloregruppe aus Stuttgart mit ihrem traditionellen türkischen Tanz die Zuschauer, darunter Adem Dursun, der Religionsattaché am türkischen Generalkonsulat in Karlsruhe. „Ich bin der Kulturgemeinde sehr dankbar, dass sie auch in diesem Jahr die Organisation und Durchführung eines Hallenfußballturniers übernommen hat“, antwortet Schmutz auf „MM“-Anfrage. Das diesjährige Turnier sei mit neuangelegter Konzeption ein „voller Erfolg“ gewesen, der unschöne Randerscheinungen im vergangenen Jahr vergessen mache. Es sei „leidenschaftlich und sehr fair“ zugegangen, so Schmutz. Für ihn waren „guter Besuch, faires Miteinander und familiäre Atmosphäre die besten Vorzeichen für eine Fortsetzung 2020“.

Schmutz nahm mit Kämmerer Daniel Müller und der neuen Stadtmarketingfrau Claudia Döhner im städtischen Team „Stadtkicker“ teil, das Polizeichef Oechsler sowie Feuerwehrmann Wolf verstärkten. „Bei einem Sieg und zwei Niederlagen schmerzte vor allem die 0:2-Auftaktpleite gegen den Jugendgemeinderat“, zog Schmutz Bilanz. Sein Dank gelte der Turnierleitung, allen Helfern, Sponsoren sowie den Johannitern für tatkräftige Unterstützung. pj