Ladenburg

Ladenburg/Ilvesheim Jahreshauptversammlung der Volkshochschule

Bewährte Kräfte hören auf

Archivartikel

Es gibt ein neues Gesicht im Vorstandsteam der Volkshochschule (VHS) Ladenburg-Ilvesheim: Die Mitglieder ernannten in der jüngsten Hauptversammlung Axel Schulz zum Nachfolger von Helga Gerlitz, die nach 24 Jahren nicht erneut kandidierte. „Sie hat durch ihre Mitarbeit die Entwicklung der VHS maßgebend mitgetragen“, würdigte der zuvor einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Holger Ueberrein das Engagement der früheren Stadtbibliotheksleiterin, die nicht zur Sitzung gekommen war.

Zum Jahresende dreht sich das Personalkarussell weiter: Wie Ueberrein ankündigte, wollen die Ilvesheimer Außenstellenleiterin Ulrike Bauder (nach 18 Jahren) und die Ladenburger Geschäftsstellen-Mitarbeiterin Helga Thome nach 30-jähriger Tätigkeit ihre „berufliche Laufbahnen in ruhiges Fahrwasser übergehen“ lassen.

„Ihre Mitarbeit wird uns fehlen, und so vermissen wir sie schon jetzt“, sagte Ueberrein. Dessen Stellvertreterin, die Ilvesheimer Gemeinderätin Dagmar Klopsch-Güntner, wurde ebenso im Amt bestätigt wie auch die bewährten Vorstandsmitglieder Andrea Bauder, Ruth Hilger, Hans Haschek und Joachim Peters als einer von drei Kassenprüfern neben den beiden Kämmerern der Trägerkommunen, Klaus Hering (Ilvesheim) und Daniel Müller (Ladenburg). Dessen Vorgänger Claus Hessenthaler, bis vor wenigen Wochen noch im Römerstadt-Rathaus tätig, übernahm es jedoch als frisch gebackener Ruheständler noch einmal, den VHS-Prüfbericht vorzutragen.

Demnach gab es nichts zu beanstanden an der Arbeit von Melanie Dommel. Die Geschäftsführerin ließ die ganze Bandbreite des Angebots für alle Altersbereiche und Interessensgebiete Revue passieren, indem sie Höhepunkte des vergangenen Jahres nannte. Mit der „Hausaufgabenhilfe für Kinder ausländischer Mitbürger“ in der Astrid-Lindgren-Schule trage die VHS zur Sprach- und Integrationsförderung bei.

4752 Unterrichtseinheiten

Die vor genau 40 Jahren unter dem Dach der VHS gegründete Theaterinitiative Ladenburg (TiL) habe die Stadt auch mit ihrer 33. Inszenierung, nämlich „Das Tagebuch der Anne Frank“, erneut kulturell bereichert. Dommel dankte allen Aktiven, Helfern, Dozenten und den aktuell 97 Mitgliedern.

Ausweislich der vorgelegten Statistik gab es 394 Studienfahrten, Vorträge und Kurse, davon 57 in Ilvesheim. Dies bedeutet insgesamt 4752 Unterrichtseinheiten, davon 678 auf der Insel. Bei insgesamt 3005 Anmeldungen hätten rund 1500 Bürger aus beiden Kommunen Veranstaltungen besucht. Die kommunalen Zuschüsse beliefen sich auf 58 657 Euro für Ladenburg (Vorjahr: 83 721) und 4236 Euro für Ilvesheim (Vorjahr: 12 654).

„Der Rückgang der Zuschüsse resultiert aus Umstrukturierungen“, erklärte Geschäftsführerin Dommel. Obwohl das Programmheft modernisiert wurde, schloss die VHS mit einem Überschuss von rund 11.980 Euro ab. Dies war auch einem Zuschuss des VHS-Verbands zu verdanken, den man sich weiterhin sichern wolle, indem man mit benachbarten Einrichtungen am Projekt „VHS 2022“ als einem Verfahren zum Qualitätsmanagement teilnehme.