Ladenburg

Ladenburg Max Heinke erlebt Kinderbibelwoche der evangelischen Kirchengemeinde erstmals im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)

Bibel live: Jona und der große Fisch

Archivartikel

Gerade erst hat Max Heinke sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der evangelischen Kirchengemeinde Ladenburg angetreten. Und schon spielte der 18-jährige eine tragende Rolle: An vier Vormittagen in den Herbstferien trat er zum jeweils zehnminütigen Anspiel vor rund 50 begeisterten Zuschauern von sechs bis zwölf Jahren im Kostüm auf: Als eigensinniger Prophet (von Gott Beauftragter) erlebte er zusammen mit Raupe Rosalie, gespielt von Angelika Berens, einige Abenteuer.

1995 eingeführt

Um die berühmte Erzählung „Jona und der große Fisch“ drehte sich die gesamte diesjährige Kinderbibelwoche, kurz Kibiwo. Das erlebnispädagogische Ferienprogramm führte Thomas Pilz 1995 als damals neuer Diakon in der Römerstadt ein. Seit 24 Jahren geht es ihm darum, die Teilnehmer im Grundschul- und Unterstufenalter einerseits mit biblischen Themen vertraut und deren zeitlose Aktualität begreiflich zu machen. „Andererseits ist es immer mein Leitfaden gewesen, dass die Kinder erkennen können: Vieles, was in der Bibel steht, trifft auch auf sie selbst zu.“

Stets sei ihm diese Botschaft wichtig: „Es geht im Leben nicht nur immer um das eigene Ich, sondern darum, wie wir miteinander umgehen, wie man sein Leben gestaltet und welche Rolle Gott dabei spielen könnte.“ So spiegele auch die lehrhafte Jona-Geschichte Ur-Erfahrungen wie Angst, Wut und Schuld, aber auch Vergebung wider. Die Erzählung zeige, so Pilz, dass Gott immer bei uns sei.

Im Gegensatz zum erfahrenen Pilz erlebte FSJler Heinke eine sicher aufregende Premiere bei dieser Kibiwo: Auch wenn er bereits zweimal als Teamer Konfirmanden betreut hatte, verspürte er erstmals eine größere Mitverantwortung. Heinke war klar: „Es muss viel um Spaß gehen, um die Kinder über mehrere Stunden bei der Stange zu halten.“ Das gelangen ihm und „Raupe Rosalie“, wie einige Lacher beim szenischen Auftaktspiel am Mittwoch bewiesen. Mit verschiedenfarbigen Tüchern war es dem Kibiwo-Team gelungen, einen lebhaften Eindruck von wogender See und ein riesiges Meerestier aus Stoff auf die Bühne im Gemeindesaal zu zaubern.

16 Helfer im Einsatz

„Wenn wir die Geschichte anschaulich rüberbringen, dann bleibt bei den Kindern einiges davon hängen“, erläuterte Heinke im Gespräch. Er sei sich noch nicht im Klaren darüber, welchen Weg er nach dem bestandenen Abitur einschlagen wolle. In dieser Situation erschien Heinke ein FSJ im Sinne des Gemeinwohls als hervorragende Übergangslösung. Auf Nachfrage führte er aus: „Es war mir klar, dass Jugendarbeit Teil meiner Aufgaben ist, aber das sorgt für Abwechslung, und es ist cool, das im Team über die Bühne zu bringen.“

Um das erfolgreiche Zusammenwirken der Teilnehmer und bis zu 16 Helfern in drei altersgeteilten Gruppen ging es auch im kreativen Teil des Programms. Es bestand drinnen aus Basteln und Malen rund um jene Bibelgeschichte. Draußen, an der frischen Luft, fanden Spiele statt.

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