Ladenburg

Ladenburg Verwaltung will Verlust an Grün kompensieren / Versiegelte Flächen durch Baugebiet Nordstadt-Kurzgewann

Biotope sollen Eingriff ausgleichen

Wenn Flächen versiegelt werden, so dass Oberflächenwasser nicht mehr versickern und Grundwasser bilden kann, muss für diesen Eingriff ein ökologischer Ausgleich her. So ist es im Naturschutz- und Baurecht geregelt. Für die entstehende Bebauung im Ladenburger Quartier Nordstadt-Kurzgewann reichen Versickerungsflächen an den Rändern, grüner Boulevard und Hunderte von Gehölzen im Gebiet selbst nicht aus. Deshalb schafft die Stadt zusätzliche Ausgleichsflächen in der Feldgemarkung.

Darüber informierte Stadtbaumeister André Rehmsmeier im Technischen Ausschuss (TA) des Gemeinderats. So sei im Gewann Am Hahnenstück nahe des Wasserwerks ein insgesamt 16 947 Quadratmeter großer Biotopkomplex mit Streuobst- und Blumenwiese, Feldhecke sowie Ruderal- und Brachestreifen angelegt worden. Diese Fläche werde ebenso im Auftrag der Stadt von zwei Landwirten gepflegt wie eine 22 532 Quadratmeter große Frischwiese mit Schmetterlings- und Wildblumensaum auf einem Flurstück im Gewann Weidegarten an der Heidelberger Straße.

In Bericht festgehalten

Diese zukünftige Nasswiese nordwestlich von Neubotzheim ist Bestandteil der beschilderten „Wege zur Artenvielfalt“, die örtliche Grüne, Bund für Umwelt- und Naturschutz und Bauernverband kürzlich angelegt hätten (diese Redaktion berichtete ausführlich).

Außerdem sei im Weidegarten eine zeitweilige Beweidung möglich, kündigte Rehmsmeier an. Alle genannten Maßnahmen sind im Umweltbericht zum Bebauungsplan „Nordstadt-Kurzgewann“ festgehalten, den das Heidelberger Büro Bioplan erstellt hat.

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