Ladenburg

Ladenburg Johanniter können Erweiterung am Waldpark angehen

Bis zu zehn neue Pflegeplätze denkbar

Archivartikel

Der Ladenburger Gemeinderat hat der Erweiterung des Hauses am Waldpark mehrheitlich zugestimmt. Wie berichtet, hat der städtische Bürgerhospitalfonds das Gebäude an die Johanniter-Seniorenhäuser-Gesellschaft verkauft. „Wir gehen davon aus, dass bis zu zehn zusätzliche Pflegeplätze entstehen“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz im Gemeinderat. Für die geplante Maßnahme erlaubten die Mitglieder des Gremiums eine Abweichung vom Bebauungsplan „Bellengärten“: Die rückwärtige Baugrenze darf aus Gründen des Gemeinwohls überschritten werden.

Die erteilte Befreiung gilt jedoch nur für einen Anbau mit maximal drei Vollgeschossen und einem Pultdach analog zum Hauptbau. Da ein geplantes Privatschulvorhaben die beiden früheren Gebäude der Vogelfreunde am Streichelzoo in Nachbarschaft des Seniorenheims ins Auge gefasst habe, kündigte Stadtbaumeister André Rehmsmeier an: „Für den Fall, dass die Draußen-Schule kommt, werden wir den Bebauungsplan Bellengärten aber doch noch einmal in die Hand nehmen und Baufenster vergrößern müssen.“

Zum Innenausbau erklärte Rehmsmeier, dass gemäß der neuen Verordnung des Landes zum Bau von Heimen nur noch Ein-Bett-Zimmer möglich seien. Diese Vorgabe hält Sven Ruster (Freie Wähler) für „nicht nachvollziehbar“. Dass die Altenpflege nämlich noch mehr Bedarf erzeugen werde, glaubt auch Christian Vögele, der im Namen der CDU-Fraktion zustimmte.

Für Steffen Salinger (SPD) ist es „nach wie vor die falsche Entscheidung“ gewesen, die Einrichtung in privates Eigentum zu überführen: „Das war historisch so nicht gedacht.“ Auf seine Nachfrage erklärte Rehmsmeier, dass der mit Spendengeldern errichtete Rundpavillon im Garten „für die Bewohner in unmittelbarer Nähe zugänglich bleiben“ soll. Bei einer Enthaltung (Salinger) gab es nur Zustimmung für den Antrag auf Baugenehmigung. pj

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