Ladenburg

Ladenburg Daneben gestapelte Kartons als Problem

Bücherregal ist abgebaut

Archivartikel

„Das Bücherregal wurde abgebaut“, teilt Stefan Schmutz mit. Zu Beginn der Gemeinderatssitzung referiert der Bürgermeister über ein sowohl ärgerliches als auch trauriges Thema: Vandalismus im öffentlichen Raum. Denn genau das passierte mit dem Regal, das vor neun Jahren als gemeinsames Projekt von Werkrealschülern und dem Arbeitskreis Stadtmarketing seiner Bestimmung übergeben wurde.

Seither wurde die Büchertausch-Station unter dem Dach beim Domhof rege genutzt, aber Schmutz sah die Vielzahl daneben gestapelter Bücher oder Kartons auch kritisch, nicht zuletzt wegen der Brandgefahr. Am Ende war das nicht mehr Thema, die Reste wurden vom Bauhof abgeräumt. Nun soll eine umgebaute Telefonzelle die Aufgabe des Regals übernehmen, teilte er mit: Es sei bereits eine angeschafft worden, die noch umgerüstet werde. Auf seine Frage, wo die Zelle denn stehen könnte, hatte gleich einer der anwesenden Bürger eine Idee: Am Neckartorplatz zwischen Schneckenhäusel-Kiosk und Radweg. Die gut einsehbare Stelle sei ein „Platz mit maximaler, sozialer Kontrolle“.

In der Fragestunde meldete sich auch Hartmut Müller zu Wort: Er kritisierte es als „blauäugig, anzunehmen, dass kommunale Großprojekte jetzt einfach so durchgeführt werden können“. Und meinte konkret die Dreifeld-Sporthalle, deren Bau er wegen der Corona-Krise auf 2023 verschieben würde, nicht zuletzt, weil die Gewerbesteuereinnahmen nicht ausreichen würden. Angesichts der finanziellen Lage müsse man Finanzierbarkeit und Notwendigkeit prüfen, „erst dann kommt die Kür“. Schmutz antwortete, dass in der Halle auch Schulsport abgehalten werde und sie mithin eine Pflichtaufgabe der Stadt sei. 

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