Ladenburg

Ladenburg Konzept für Draußenschule derzeit beim RP

„Chancen stehen gut“

Archivartikel

Was ist eigentlich mit der Draußenschule in Ladenburg? „Das Konzept liegt derzeit beim Regierungspräsidium (RP) in Karlsruhe, und die Chancen stehen gut“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz im Gemeinderat. An diesem Abend gab er den Initiatorinnen Christiane Rückert und Hanna Fuchs-Brecht sowie Mitstreiter Martin Ziegler Gelegenheit, das Konzept vorzustellen.

„Wir gehen davon aus, dass es genehmigt wird“, verdeutlichte Schmutz. Ein Standort stehe jedoch noch nicht fest. „Wir sind aber gerne bereit, das Projekt zu unterstützen, sobald es konkret wird“, signalisierte er. Und wer dem Vortrag der Pädagogin Rückert genau zuhörte, der hegte kaum Zweifel daran, dass es danach auch gelingen dürfte, das Vorhaben innerhalb eines Jahres zum Laufen zu bringen. So lange wäre nämlich die Betriebserlaubnis zum Durchstarten gültig.

Viele Anfrage von Eltern

„Die ersten drei Jahre müssen wir uns durch Elternbeiträge und Spenden selbst tragen, erst ab dem vierten Jahr gibt es eine Refinanzierung durch das Land“, erläuterte Fuchs-Brecht. Ein Trägerverein namens „Draußen lernen“ sei bereits gründet worden. „Es gibt superviele Anfragen“, freute sich Fuchs-Brecht. „Auch ich bin begeistert von dem Konzept“, sagte Ziegler. Der Physiker, der die Draußenschule unterstützt, hat nach eigener Aussage einen „stabilen Finanzplan“ erstellt.

Wie der Alltag in der geplanten Ganztagsgrundschule aussehen könnte, skizzierte die 43-jährige Ladenburgerin Rückert, die derzeit noch als Grund- und Hauptschullehrerin in Mannheim arbeitet. Dort sammelt die zweifache Mutter seit drei Jahren Erfahrungen mit einem „Draußenschule“-Ansatz: „Jeden zweiten Montag sind wir im Käfertaler Stadtwald.“ Es gehe ihr darum, Schule als Lebensort „lernförderlich“ zu gestalten. Schule müsse deutlich mehr als „effektiv“ sein und dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder nachkommen. Die Leitidee der Draußenschule: „Kinder auf ihrem individuellen Weg zu mündigen, entscheidungsfähigen Bürgern zu begleiten.“ pj