Ladenburg

Ladenburg Gemeinderat beschließt einstimmig höhere Entschädigungen für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehr

„Das ist gut angelegtes Geld“

Archivartikel

Die Freiwillige Feuerwehr genießt auch in Ladenburg hohes Ansehen. Üben ihre Mitglieder doch ein besonderes Ehrenamt aus und decken auch laut dem jüngsten Bedarfsplan mit vielfältigen Einsätzen rund um die Uhr ein breites Aufgabenspektrum ab, um für Sicherheit zu sorgen. So muss die Stadt auch keine teure Berufsfeuerwehr unterhalten. „Sie sind ein unverzichtbarer Teil Ladenburgs“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats zum Thema Aufwandsentschädigungen für besondere Funktionsträger.

„Wer in der Mannschaft zusätzliche Aufgaben übernimmt und damit noch mehr persönliche Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit steckt“, so Schmutz, der solle künftig auch ein wenig mehr finanziellen Ausgleich erhalten als bisher. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Die Rede ist von monatlich rund 33 Euro (für ehrenamtliche Posteninhaber wie Schriftführer und Kassenwart) über genau 50 Euro (Jugendwart und Elektro-Fachkraft) bis hin zu rund 240 Euro für den Kommandant, der schließlich auch besonders hohe Verantwortung trägt. Sein Stellvertreter erhält künftig 83 Euro, Gerätewarte rund 58 Euro im Monat. Die bislang gültige „Feuerwehr-Entschädigungssatzung“ stammt aus dem Jahr 2003 und deren zugrunde liegendes Muster des Gemeindetags sogar schon aus dem Jahr 1991. Der aktuell mögliche Entschädigungskorridor richtet sich nach der Gemeindegröße. So wären für den Ladenburger Kommandanten bis zu 480 Euro monatlich möglich gewesen.

Absolute Notwendigkeit

„Wir halten uns mit Zustimmung der Feuerwehr aber an die unterste Empfehlungsgrenze und orientieren uns an Nachbargemeinden wie Heddesheim“, betonte Schmutz. „Wir sehen die absolute Notwendigkeit einer Neufassung dieser Satzung und danken der Feuerwehr“, sagte Uwe Wagenfeld (CDU). „Das hat die Feuerwehr in großem Maße verdient, wenn man sich allein die Einsatzstunden ansieht: Das ist eine gute Truppe“, so Bernd Garbaczok (SPD). „Das ist gut angelegtes Geld, unser Dank an die Feuerwehr“, sagte Gudrun Ruster (Freie Wähler). „Das besondere Engagement, das die Feuerwehr leistet, ist diese Entschädigung mehr als wert“, stimmte auch Max Keller im Namen von Bündnis 90/Die Grünen für den Vorschlag der Verwaltung. Dem schlosss sich FDP-Einzelstadtrat Wolfang Luppe inhaltlich voll an. pj