Ladenburg

Ladenburg 15. Corvette-Treffen mit mehr als 300 Fahrzeugen ein voller Erfolg / Nächste Auflage zum fünften Mal in Folge in Römerstadt

„Das schnittige Design älterer Modelle mag ich besonders“

Archivartikel

Die Sonne scheint, Getränke oder Eiscreme verschaffen Erfrischung und ein kultiges Automobil nach dem anderen erfreut das Auge des Liebhabers leistungsstarker Motoren mit ansprechendem Äußeren: Es ist „Corvette-Sunday“ (CS) in Ladenburg. Mit ihrem 15. zweitägigen Treffen gastieren die Kurpfälzer Freunde jener legendären US-Sportwagen bereits zum vierten Mal in Folge in der Römerstadt. Und diesmal bricht es alle bisherigen Rekorde: „Insgesamt zählten wir über 300 Fahrzeuge und rund 1000 Besucher – das ist ein voller Erfolg“, sagt Michael Eisen, als örtlicher Corvette-Freund und Organisator neben Ralf Hug.

Schon am Samstag präsentieren sie mit Gleichgesinnten einige der schönsten Exemplare aus allen sieben Modellbaureihen seit 1953 auf dem Marktplatz. Da füllen sich auch die Straßencafés im Nu. Schade nur, dass es bereits einige Minuten vor der angekündigten Uhrzeit los geht und mancher Pünktliche die ersten Informationen verpasst. Jedes Mal, wenn sich eine Corvette nähert, röhrt es sanft, ohne gleich PS-Protzalarm auszulösen.

Vernünftige Motoren

„Das ist Musik“, findet CS-Moderator Christoph Wohlfahrt. „Im Vergleich zu anderen Sportwagen hat eine Corvette vernünftige Motoren“, sagt Oldtimer-Freund Karl-Heinz Zahn aus Pfingstberg. Für ihn sind historische Fahrzeuge „ein Kulturgut“. Er selbst pflegt so genannte Youngtimer von Jaguar und Mercedes Benz. „Das schnittigere Design der älteren Corvette-Modelle mag ich besonders“, sagt Zahns Tischnachbar Thomas aus Ladenburg.

Doch bekanntlich liegt Schönheit im Auge des Betrachters. So gehen die Meinungen auseinander: Je jünger die Fans, desto besser kommen Baureihen aus den 80er- und 90er-Jahren an, die eine deutlich bulligere Optik aufweisen. Erst mit der vierten und fünften Baureihe sowie Siegen bei renommierten Straßenrennen soll die Corvette als Sportwagen auch erst richtig ernst genommen worden sein. Das 1989 vorgestellte Spitzenmodell ZR-1 galt erstmals auch europäischen Sportwagen als ebenbürtig, wie zu erfahren ist. Doch spielt selbst im Action-Thriller „Con Air“ mit Nicolas Cage von 1997 eine C2 von 1967 eine Rolle. Die in Ladenburg vertretene Originallackierung: „Sunfire Yellow“ (sonnenfeuergelb).

„Eine Gebrauchte ist je nach Modell ab 15 000 Euro zu haben“, sagt Corvette-Kenner Wohlfahrt. Was die Organisatoren besonders freut: Die sonntägliche Parade auf dem Platz vor dem Freibad eröffnet Bürgermeister Stefan Schmutz „in der Autostadt Ladenburg“. Für gehörig Trubel auf der Fährwiese und vor dem Römerstadion sorgen aber nicht nur Corvettes: „Wir werden diesmal von US-Cars aller Marken sprichwörtlich überrollt“, sagt Ralf Hug.

„Endlich das Wetter, das so eine Veranstaltung verdient“, jubelt Eisen. Sein original-weißlackiertes Corvette-Coupé aus dem Jahr 1976 zählt erneut zu den Schönsten. Aufgrund ihrer „gefährlichen“ Optik heißen die bis 1982 hergestellten C3-Modelle „Stingray“ (Stachelrochen). Seit 2015 ist Ladenburg das Ziel dieser Jahrestreffen. Für Eisen, Hug und Co. ist klar: „Auch unser nächster CS findet in Ladenburg statt.“