Ladenburg

Ladenburg Datenschutz, Abwasserkanäle und Spielplätze beschäftigen Gemeinderat

Demnächst Vorort-Termin zum Römerstadion-Rasen

Musikfestival: Nach der Sicherheit am Wasserturm bei den bevorstehenden Popkonzerten auf der Festwiese am 8. Juni (Die Fantastischen Vier) und 9. Juni (Dieter Thomas Kuhn) erkundigte sich Stadtrat Bernd Garbaczok (SPD). Bekanntlich ist das Wahrzeichen der Stadt aus Sicherheitsgründen seit längerem umzäunt. „Außerhalb der Absperrung ist es sicher“, sagte Bürgermeister Schmutz. Die zu errichtenden Festivalzäune sollen den Bereich deshalb ausschließen, so Schmutz.

Datenschutz-Grundverordnung: Vor zwei Jahren in Kraft getreten, ist sie ab 25. Mai europaweit anzuwenden: die Datenschutz-Grundverordnung der EU. Damit sollen Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten vereinheitlicht werden. Diese Richtlinie hat auch Auswirkungen auf Kommunen. Wie Bürgermeister Stefan Schmutz in der jüngsten Sitzung des Ladenburger Gemeinderats ausführte, ist es Pflichtaufgabe, einen Datenschutzbeauftragten zu benennen. Die Stadt Ladenburg werde jedoch keinen eigenen bestellen. Man teile sich einen solchen mit der Gemeinde Ilvesheim und werde im Juni die Stadträte darüber informieren. SPD-Stadträtin Petra Erl fühlte sich in dieser Frage überrumpelt und meldete „starke Bedenken“ an. „Ich sehe schon: Es gibt Diskussionsbedarf“, sagte Schmutz.

Spielplätze: Die Rutsche auf dem überörtlich beliebten Wasserspielplatz am Kandelbach ist derzeit eingezäunt. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sind dabei, das Gerät wieder in Stand zu setzen. „Bis Beginn der kommenden Woche soll der Platz wieder freigegeben werden“, kündigte Bürgermeister Schmutz an. Er empfahl den Stadträten bei dieser Gelegenheit, auch einmal den Spielplatz in der Aufeldstraße zu besichtigen. Dank einer Elterninitiative sei dort mit Unterstützung von Sponsoren „viel Positives im Werden“. Stadtrat Wolfgang Luppe mahnte später unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ an, dass der Sand der Spielplätze am Hinteren Rindweg ausgetauscht gehöre.

Kanalsanierung: Das Ingenieurbüro für Umweltschutz plant für die Auftragssumme von rund 73.000 Euro die Sanierung schadhafter Teile der Mischwasserkanäle auf einer Gesamtlänge von 40 Kilometern im Stadtgebiet. Das Netz ist gemäß Eigenkontrollverordnung alle zehn bis 15 Jahre zu überprüfen. So sind in den kommenden vier bis fünf Jahren Kamerabefahrungen geplant, und zwar erstmals auch in allen Hausanschlüssen bis zur Grundstücksgrenze. Die Verwaltung geht schätzungsweise von Kosten in Höhe von 225 000 Euro (2018 und 2019) sowie 235 000 Euro (2020 bis 2022) für die Kanalinspektion aus. Der Gemeinderat beschloss die Vergabe des Auftrags für die Planungsleistungen einstimmig.

Römerstadion: Weil die Ladenburger Fußballer den Zustand der Naturrasenplätze im Römerstadion beklagen, besichtigen Stadträte auf Anregung von Bernd Garbaczok (SPD) die Situation demnächst vor Ort. Dies kündigte Bürgermeister Schmutz spontan an. pj