Ladenburg

Ladenburg Technischer Ausschuss fasst Grundsatzbeschluss / Letzte Entscheidung liegt nun beim Gemeinderat

Denkmalpreis nimmt problemlos die erste Hürde

Einstimmig beschloss der Technische Ausschuss, dem Ladenburger Gemeinderat die Schaffung eines Denkmalpreises zu empfehlen. Genauer: „eines gemeinsamen Preises von Heimatbund und der Stadt für Hauseigentümer der Altstadt und ihrer Umgebung“, die stadtbildprägende Bauten vorbildlich saniert und erhalten haben.

Mit dem Preis, der auf eine Initiative des Heimatbunds zurückgehe, wolle man ein Signal setzen und Hauseigentümer belohnen, die ihre Gebäude aufwendig sanieren, erläuterte Stefan Schmutz. Der Preis soll alle drei Jahre von Stadt und Heimatbund vergeben werden, erstmals 2019, so der Bürgermeister weiter. Dass erst zur Sitzung ein Blatt mit einem Entwurf des Heimatbunds für die Regularien der Vergabe des Denkmalpreises verteilt wurde, sorgte dann für etwas Verwirrung in der Diskussion.

Prämie in Höhe von 2000 Euro

In dem Entwurf steht unter anderem, dass auch die Sanierung von nicht denkmalgeschützten Gebäuden prämiiert werden kann. Die 2000 Euro für den Sieger teilen sich Stadt und Heimatbund. Daneben gibt es eine Urkunde und eine Plakette zum Anbringen an das Gebäude. Die Sanierung soll nicht länger als vier Jahre zurückliegen. Teilnehmen dürfen nur private Eigentümer. Diese können sich selbst bewerben, aber auch Architekten, Restauratoren, Handwerker sowie Mitarbeiter der Denkmalschutz- und Baurechtsämter sind vorschlagsberechtigt. Die Mitglieder der Jury, die aus mindestens sechs Personen bestehen soll, werden von Stadt und Heimatbund benannt.

Fragen gab es etliche. Steffen Salinger (SPD) wollte wissen, ob jeweils nur ein Gebäude ausgezeichnet wird. „Der Preis kann auch aufgeteilt werden“, erwiderte der Bürgermeister. Petra Erl (SPD) stieß sich daran, dass die Auszeichnung alle drei Jahre vergeben werden soll. Manchmal passiere nämlich in drei Jahren nichts, manchmal aber in einem Jahr viel. Schließlich häuften sich die Detailfragen, und Stefan Schmutz zog die Reißleine: „Wie wollen jetzt erst einmal den Grundsatzbeschluss, den Preis einzuführen. Die Details werden dann mit dem Heimatbund abgestimmt.“

Ladesäule vor der Tiefgarage

Doch Ortsbildpfleger Egon Lackner zeigte sich mit dem ursprünglichen Beschlussvorschlag unzufrieden und formulierte die eingangs erwähnte Alternative, die dann von dem Gremium akzeptiert wurde. Die endgültige Entscheidung aber liegt beim Gemeinderat.

Mit drei Enthaltungen befürworteten die Ausschussmitglieder die Aufstellung einer Ladesäule mit zwei Ladepunkten durch die MVV Energie AG auf dem öffentlichen Parkplatz vor der Tiefgarage des Rathauses. Zudem wurde die Verwaltung damit beauftragt, ein Konzept für Bau und Betrieb einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu erstellen.

Nicht glücklich zeigte sich Stadtbildpfleger Egon Lackner mit dem Standort nahe der alten Stadtmauer. Bürgermeister Schmutz erläuterte, dass der Alternativstandort am Stadtarchiv keine Förderung erhalte, weil er außerhalb des „Toleranzradius“ liege. Zu den Gesamtkosten von rund 15 000 Euro gebe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur einen Betrag von 10 800 Euro dazu.

Stadt bezahlt Strom

„Die Parkplätze stehen doch meist leer, weil es bisher nur wenige Elektroautos gibt“, kritisierte Wolfgang Luppe (FDP). Und Petra Erl (SPD) störte sich daran, dass die Stadt die Kosten für den Strom übernimmt. Es gehe darum, einen Anreiz für Elektromobilität zu schaffen, erwiderte der Bürgermeister. Die Stadt stelle Anderen auch ihre Flächen zum Bau von Solaranlagen zur Verfügung.