Ladenburg

Der Dreck muss weg

Archivartikel

Stephanie Kuntermann zu den Schmierereien

Mancher sieht sie als Kunst, andere empfinden beim Anblick von Graffiti nur Ärger, und für einen Hauseigentümer, der seine frisch gestrichene Fassade morgens verunstaltet vorfindet, ist das Ganze oft ein gewaltiger finanzieller Schaden. Doch verhält es sich damit wie mit Müllhaufen: Wo heute ein Pizzakarton herumliegt, liegen morgen zwei. Wo heute eine Wand beschmiert wird, sind es morgen zwei. Wegschauen ist die schlechteste mögliche Option, Null-Toleranz-Politik die beste. Die Polizei verdient hier ein Lob für ihre schnelle, effektive Arbeit, die dazu geführt hat, dass eine ganze Serie von Sachbeschädigungen aufgeklärt wurde. Anerkennung auch für die Ladenburger und Edinger, die sich einmischen: Es zeugt von Bürgersinn, wenn man die Augen offen hält, wenn Bemalungen fotografiert und Beamte informiert werden.

Der Täter ist ermittelt, die Staatsanwaltschaft kann ihn anklagen. Soweit, so gut. Doch die Tatorte sehen nach wie vor unschön aus; noch immer prangen die Schriftzüge gut sichtbar auf Gebäuden und in öffentlichen Anlagen. Und folgt man dem ungeschriebenen Gesetz von der Anziehungskraft der Schmierereien, ist zu befürchten, dass bald neue dazu kommen. Das kann eine Stadtverwaltung, aber auch eine Stadtgesellschaft nicht wollen. Es wird also höchste Zeit, die Schäden und den Dreck zu beseitigen.

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