Ladenburg

Ladenburg Neue Broschüre enthält sämtliche Angebote und Anlaufstellen für Kinder bis zehn Jahre / Frische Optik dank Mathias Weber

Ehrenamtliches Netzwerk stemmt die Finanzierung selbst

Vor oder spätestens nach dem Umzug in eine neue Stadt stehen Eltern vor der Frage: „Was gibt’s für Kids?“ So hieß auch eine 2009 aufgelegte Broschüre, die das vielfältige Angebot für Familien mit Kindern in Ladenburg zusammentrug. Das ehrenamtliche Netzwerk „B3“ für Bildung, Beratung und Berufsfindung hat den Katalog jetzt vor dem Hintergrund aktualisiert, dass drei große Baugebiete schon in einigen Jahren für bis zu 2500 Neubürger sorgen: Unter dem Titel „Junges Ladenburg“ finden sich von A wie ASV-Ringer und AWO’s Kindervilla bis Z wie Zahnärzte alle einschlägigen Informationen und Kontakte, die bei bis zu zehnjährigen Kindern hilfreich sind.

„Junge Familien, die von außerhalb kommen, sind auf solche Angebote angewiesen“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz im Rathaus, wo die Macher von „Junges Ladenburg“ ihr jüngstes Werk vorstellten. Viele Vertreter der in der Broschüre aufgeführten Einrichtungen, Vereine, Beratungsstellungen und Dienstleister waren zur Präsentation in den Sitzungssaal gekommen. Ihre Angebote werden in dem Heft nach Bereichen wie Betreuung, Glauben, Kreativität, Sport, Historisches, und Gesundheit jeweils alphabetisch sortiert. „So viele Teilnehmer habe ich in meiner Amtszeit seit 2017 noch nicht bei einer Pressekonferenz gehabt, aber das zeigt nur, wie viel Inhalt die Broschüre zu bieten hat“, sagte Schmutz erfreut.

Vor zehn Jahren gegründet

„Ich bin froh, dass es so gut gelungen ist“, lobte der Bürgermeister das Engagement des vor rund zehn Jahren gegründeten „B3“-Netzwerks im Rahmen der seit 2003 aktiven „ZukunftswerkStadt“. Dazu gehören Evelyn Bausch, Martin Bündgens, Klaus Ehry, Erika Freund, Arnulf Hubbuch, Ulrike Karg, Inge Lather, Hermann Mayer, Rose Schmidt und Wiebke Ullrich. Ursprünglich angetreten, um Jugendlichen zum Beispiel mit Planspielen und Bewerbungstraining Hilfestellung auf dem Weg in den Beruf zu geben, unterstützen die lebenserfahrenen Ehrenamtlichen von „B3“ für Bildung, Beratung und Berufsfindung inzwischen auch Förderprogramme der örtlichen Grundschulen und arbeiten ebenso mit der Stadtbibliothek beim bundesweiten Vorlesetag zusammen. Ihre Broschüre „Junges Ladenburg“ baut auf dem genannten Vorgängerwerk des bürgerschaftlichen Arbeitskreises „Kinder“ auf. Im Internet ist sie allerdings nicht enthalten.

Dass sie sich in Form und Design am Infoheft „Lernen in Ladenburg“ orientiert, welches Familien mit älteren Kindern anspricht, hängt mit dem Ladenburger Grafiker und Illustrator Mathias Weber zusammen: „Ich kann ihn nicht genug loben für die Gestaltung“, sagte Ulrike Karg als federführend Aktive unter dem Applaus aller Teilnehmer. Weber habe auch Spielplatz-Standorte kartografisch „super umgesetzt“, wie der „B3“-Spielraumfachmann Arnulf Hubbuch hervorhob. „Das Layout sollte frisch und jugendlich aussehen, klar strukturiert und gut lesbar sein“, erklärt Weber. Eigentlich sei die Aufgabe für Ehrenamtliche „eine Nummer zu groß“ gewesen, räumte Sprecherin Karg ein. Doch sei es dank Sponsoren gelungen, alles selbst zu finanzieren: „Wir haben alles alleine gestemmt“, stellte Karg zufrieden fest. Dafür gab es erneut Beifall von den Teilnehmern, die die zusammenfassende Darstellung aller Angebote für Kinder zu schätzen wissen. Schmutz wünschte der Broschüre, die bei allen Beteiligten und an der Rathauspforte zu haben sei, reißenden Absatz.