Ladenburg

Ladenburg Kurs beim Pferdesportverein begeistert Teilnehmer im Alter von sieben bis neun / Junge Helferinnen assistieren Trainerin Doris Fischer

Ein sattelfestes Ferienvergnügen

Archivartikel

„Bobby“ mag Kinder und das Ferienprogramm: Gleich drei pferdebegeisterte Mädchen kümmern sich unter Aufsicht um den kleinen Schimmel. Genauso gut ergeht es „Vamos“ und den beiden Ponys „Pünktchen“ und „Anton“. Später kommt mit Kaltblut „Manni“ noch ein weiteres Schulpferd ins Spiel. Nach dem einwöchigen Auftaktkurs beim Pferdesportverein (PSV) Heidelberg-Ladenburg sollen 13 zweibeinige Teilnehmer im Alter von sieben bis neun sagen können: „Wir haben viel mit dem Tier gearbeitet und wissen, was man auf einem Pferd machen kann und was nicht“, erklärt Reittrainerin Doris Fischer.

„Ziel ist es, alle in die Materie ´reinschnuppern zu lassen und eventuell Nachwuchs für den Verein zu gewinnen, der reiten lernen will“, erläutert die 47-jährige Fachfrau aus Ketsch, die neben der Ladenburgerin Anne Sielski auch Jugendwartin des Vereins ist. Sie verfügt über viel Erfahrung: Seit ihrem 16. Lebensjahr gibt sie selbst Reitunterricht. Bald könnte auch ihre elfjährige Tochter soweit sein: Kiara ist schon jetzt eine Ferienkurshelferin des Vereins neben Marisa, Julia und Sophia. „Es macht Spaß, bei den Pferden zu sein und gleichzeitig mit Kindern was zu machen“, sagt Kiara, die wie die 13-jährige Marisa schon seit längerem dabei hilft, Anfänger und etwas weiter Fortgeschrittene beispielsweise in die Geheimnisse des Striegelns und Sattelns der Pferde einzuführen.

Bevor an diesem Morgen zunächst Arbeitsgruppen gebildet werden, steht eine kleine Regelkunde auf dem Programm.

Eine Gemeinschaft entstanden

„Nicht von hinten an das Pferd herantreten, und nie die Füße unter die Hufe stellen!“ Das bringt das Team den drei Jungs und zehn Mädchen der ersten Gruppe in diesem Sommer bei, um Unfälle zu vermeiden. „Was auch nicht geht, ist laut sein“, impft Trainerin Fischer den Feriengästen ein, damit die Tiere später nicht scheuen. Auch daran halten sich alle. Denn jeder will bei den Höhepunkten dabei sein: dem Spaß ohne Sattel mit Kaltblut „Manni“ und einem geführten Ausritt rund um die Koppel an der Reitanlage im Ladenburger Kirchfeld. Dort hat sich seit der Fusion vor wenigen Jahren viel getan: Die früheren Plätze des örtlichen Reitervereins (RV) haben sich in ein modernes Pferdesportzentrum verwandelt.

„Es ist gut geworden, und es ist eine Gemeinschaft entstanden“, sagt Trainerin Fischer zum Miteinander. Sie gehörte früher dem RV Heidelberg an, der aber der Erweiterung des Heidelberger Zoos weichen musste und in Ladenburg eine neue Heimat fand. Inzwischen zählen die Spring- und Dressurturniere der beiden verschmolzenen Vereine bereits zu den bedeutenden Veranstaltungen in Baden-Württemberg.

Und auch die Nachwuchsarbeit wird intensiviert. „Es ist super, toll und cool“, kann Gesa gar nicht genug von dem Ferienkurs schwärmen. „Wir lernen am ersten Tag mehr als in anderen Kursen, wo die Pferde schon fertig gesattelt sind“, sagt Dana zufrieden. Zu ihrer Gruppe gehört Marla, die selbst nach dem Auskratzen der Hufe überzeugend erklärt: „Es macht Spaß.“ Dies kann die Mutter einer Teilnehmerin aus Heidelberg nur bestätigen: „Das ist ein super Angebot, weil die Kinder in den Ferien Zeit haben, sich länger mit etwas zu befassen.“ Eine Schriesheimerin zeigt sich auch überzeugt: „Meine Tochter und ihre Freundin haben großen Spaß am Reiten und lernen hier mehr über Pferde und alles, was dazu gehört.“ pj