Ladenburg

Ladenburg 38 Schüler nehmen am Bewerbungsplanspiel des Netzwerks B 3 teil

Eine gelungene Generalprobe

„Ihr wart gut vorbereitet.“ Mit dieser Rückmeldung konnten die Schülerinnen und Schüler der Werkrealschule Unterer Neckar zufrieden sein. Auch Rektor Thomas Schneider war erfreut. 38 Schüler haben am Bewerbungsplanspiel „Ready-Steady-Go!“ teilgenommen, das vom Deutschen Gewerkschaftsbund erstellt und von den Aktiven des Netzwerks B 3 (früher Netzwerk Berufsfindung) koordiniert und organisiert wurde.

Dieses Planspiel ist die Generalprobe für die Bewerbung; die Aktiven des Netzwerks konnten insgesamt zehn Teilnehmer mit Personalverantwortung von Ladenburger Firmen bzw. Einrichtungen sowie Bürgermeister Stefan Schmutz gewinnen, die alle mit den Schülern und Schülerinnen Bewerbungsgespräche übten. Es beteiligten sich: Apleona, Bergmann und Mahland, ICL, Johanniterhaus am Waldpark, Jungbunzlauer, Saint Gobain Isover, Schmitt Sanitär, Stadtbibliothek Ladenburg, Volksbank Kurpfalz.

Die Nervosität der Jugendlichen war beim ersten Gespräch noch spürbar. Beim zweiten und dritten Gespräch war alles schon viel besser, denn da jeder Referent sein Gespräch etwas anders gestaltete, mussten sie sich auf unterschiedliche Gesprächspartner einstellen, eine Erfahrung, die für den „Ernstfall“ wichtig ist.

Weitere Anlaufstellen

Es gab neben der Firmenstation noch weitere Anlaufstellen für die Jugendlichen; Frau Schweikert von der Bundesagentur für Arbeit, (die seit Jahren die Arbeit des Netzwerks unterstützt), konnte vertiefende Informationen geben, wenn die Anforderungen an einen Elektroniker oder eine Fotografin gefragt waren. Auch die Gewerkschaft war vertreten und informierte über Rechte und Pflichten während der Ausbildung.

„Dieser Einstellungstest ist ein Test, wie er auch von Unternehmen verwendet wird, die zukünftige Auszubildende auf ihre Eignung prüfen,“ erfuhren die Jugendlichen auf der Teststation und übten so ein weiteres Mal für den Ernstfall. Der Domhof war einen Vormittag lang für das Planspiel reserviert und bot ideale Bedingungen.

Ein freudiges Wiedersehen gab es, als sich Danche Stojanova und Ulrike Karg (vom Netzwerk B 3) trafen. Sie kannten sich aus der Zeit, als Danche ihre Bewerbungen schrieb, nun unterstützte sie – mittlerweile im dritten Ausbildungsjahr – Frau Reuter vom Johanniterhaus am Waldpark bei den Gesprächen. An das Gefühl, nun an der anderen Seite des Tisches zu sitzen, musste sie sich allerdings noch etwas gewöhnen. Für das Netzwerk war es eine wichtige Anregung, auch ehemalige Schülerinnen und Schüler zum Planspiel einzuladen.

Alle Referenten waren sehr angetan von der Vorbereitung und dem Engagement der Schüler und wollten im nächsten Jahr wieder dabei sein. Gelobt wurde auch, wie schnell die Schüler ihr Auftreten beim zweiten und dritten Gespräch verbesserten. Allerdings wurde auch angemahnt, im Bewerbungsschreiben die individuellen Stärken und Wünsche zu beschreiben und Textblöcke aus dem Internet möglichst zu vermeiden.

Selbstvertrauen gestärkt

Bürgermeister Stefan Schmutz zeigte sich von der Veranstaltung sehr angetan: „Es war ein sehr realistisches Planspiel. Profitiert haben sicherlich beide Seiten, sowohl Schülerinnen und Schüler als auch potenzielle Ausbildungsbetriebe. Ich bin mir sicher, dass insbesondere das Selbstvertrauen der Schülerinnen und Schüler durch das praktische Training gestärkt wurde. Mein Dank gilt zugleich den Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Bildung, Beratung und Berufsfindung, der die Organisation und die Durchführung des Planspiels bereits seit Jahren verantwortet und so Jugendliche beim Übergang von der Schule in den Beruf aktiv unterstützt.“ red