Ladenburg

Ladenburg RömerCup-Turnier mit weit mehr als 200 Startern in der klassischen Disziplin und im Beach-Tennis

„Eine gute Marke entwickelt“

Archivartikel

Der RömerCup ist ein Renner: Großen Anklang hat auch die sechste Auflage dieses Turniers gefunden. Rund 197 Nachwuchs-Asse im Alter von acht bis 20 Jahren schlugen beim Tennisclub Ladenburg (TCL) auf. Es ging um Punkte in der Rangliste des Deutschen Tennisbunds (DTB). Erst zum zweiten Mal fand neben der klassischen Disziplin auf rotem Sand aber auch das RömerCup-Beach-Tennis Beachtung: 42 Teilnehmer bestritten Damen- und Herrendoppel auf den Sandstrandplätzen der TCL-Anlage. Das Auftaktspiel gewannen TCL-Chef Ralf Große-Wilde und sein Sohn Pit als einer der Jugendnationalspieler aus den Vereinsreihen.

„Wir hätten noch mehr Teilnehmer haben können, aber dafür fehlen uns Plätze“, sagt der Vorsitzende. Auch aus einem weiteren Grund war Große-Wilde froh, dass der TSG Dossenheim während der vier Turniertage vier zusätzliche Tennisplätze zur Verfügung stellte. „Wir könnten notfalls sogar noch nach Schriesheim Spiele auslagern, das finde ich großartig“, so der Ladenburger, dem auf der eigenen Anlage einschließlich Tennisschule Pawlik und Nachbarverein Grün-Weiß immerhin 15 Plätze zur Verfügung standen. So viele wurden auch deshalb stark benötigt, weil der Zeitplan aufgrund von Unwettern durcheinander geriet und Spiele abgebrochen werden mussten. Da war bei allen bisweilen Geduld gefragt.

Jagd auf Ranglisten-Punkte

Doch unterm Strich sah Große-Wilde nur Positives: „Die Erfolgsgeschichte des RömerCups wird immer größer.“ Zu dessen sportlicher Bedeutung meinte er, dass am 30. September die Freiluftsaison ende. Viele wollten da noch einmal ihren Ranglistenplatz beim DTB verbessern. Mit dem jungen Beach-Tennis-Zweig habe man nun nach dem Beginn im Frühjahr auch den Endpunkt der Tour des internationalen Verbands ITF in Ladenburg etabliert. Da könne auch ein WM-Teilnehmer wie Alexander Bailer zum Saisonabschluss „nochmal Spaß haben und Punkte sammeln“.

Vor allem um den Spaß geht es den TCL-Aktiven Jenö „Janschi“ Schröder und Tobi Werner: „Wir haben zum Start ins Rennen das kürzeste Spiel bestritten“, kommentiert Werner entsprechend schmunzelnd eine Niederlage.

„Unsere Gegner kommen von überall her, weil Anlage und Organisation top sind“, freut sich Schröder und berichtet: „Alle sagen, dass das ein geiles Event ist.“

Insgesamt bestand die Hälfte der Beach-Tennis-Teilnehmer aus Mitgliedern des Gastgeberclubs. Und rund 30 Lokalmatadore wirkten am DTB-RömerCup in der klassischen Disziplin mit, darunter auch Schröders jüngerer Sohn Tim (10). Wer aus dem TCL-Nachwuchsteam reif für einen Start war, das legten Sportwart Matthias Pawlik und Vizechef Denis Ebs gemeinsam fest. Ebs kenne jeden Spieler im Verein genau. „Das ist irre“, findet Große-Wilde.

Auch sei das Sponsoreninteresse an der Veranstaltung „erfreulich stark“ gewesen. „Wir haben da offenbar eine gute Marke in der Tennis-Community entwickelt“, freut sich der TCL-Chef.