Ladenburg

Ladenburg Parkkonzept für Kurzgewannstraße noch mit Behörden abstimmen / Veränderungen in Neuer Anlage und Luisenstraße?

Fachbüro soll Idee für zwei Einbahnstraßen prüfen

Archivartikel

Bald ist in der Ladenburger Kurzgewannstraße nur noch wechselseitiges Parken auf eigens markierten Flächen möglich. Für mehr Sicherheit insgesamt und mehr Platz auf bislang oft zugeparkten Gehwegen entfallen 14 Stellplätze unter Straßenlaternen.

Dafür sollen im angrenzenden Neubaugebiet Nordstadt-Kurzgewann neue entstehen. Nach einer Bürger-Information im Januar hatten Anwohner bis 1. März Gelegenheit, im Rathaus Vorschläge abzugeben oder Anregungen zu äußern. Jetzt geht die Stadtverwaltung an die Vorbereitung.

Hinweise von vier Anwohnern

„Ja, vorbehaltlich eventueller Anordnungen der Verkehrsbehörde im Landratsamt wird die Maßnahme umgesetzt“, teilt Nicole Hoffmann, die Referentin von Bürgermeister Stefan Schmutz, auf Anfrage mit. Im Anschluss an jene Info-Veranstaltung im Domhof mit rund 100 Teilnehmern erhielt die Stadtverwaltung Hinweise von vier Anwohnern, wobei zwei Anregungen gleichlautend waren.

„Wir sind bestrebt, diese bei der Umsetzung weitestmöglich zu berücksichtigen“, teilt die Stadtsprecherin mit. Außerdem sollen auch die Ergebnisse einer Drehleiterfahrt der Freiwilligen Feuerwehr in das Konzept einfließen und im Rahmen der nächsten Verkehrstagesfahrt mit Landratsamt und Polizei abgestimmt werden. Sobald die Genehmigung vorliegt, will die Verwaltung Gemeinderat und Anwohner informieren und die Planung zeitnah umsetzen.

Mehr Sicherheit

„Wir sind uns bewusst, dass nicht alle Interessen vollständig berücksichtigt werden können“, räumt Hoffmann ein. Gleichwohl sei man im Rathaus „zuversichtlich, eine breite Zustimmung zu erhalten“, da es Ziel der Maßnahme sei, die Sicherheit für alle Anwohner zu erhöhen. Der Dialog mit Anliegern sei eine wichtige Voraussetzung für Verständnis und Akzeptanz gewesen.

Die hohe Beteiligung der Anwohner habe gezeigt, dass dieser Dialog auch erwartet werde. Bei jenem Informationsabend hatte eine Frau unter Beifall erklärt, der Vorschlag der Verwaltung komme „nicht positiv an.“ Dieser sei keine Lösung für eine ruhigere Straße. Die Anwohner hätten sich unter anderem gewünscht, eine der Anbindungen an das Neubaugebiet für Autos zu sperren. Die Verwaltung geht davon aus, dass auch durch das Kappen des Feldwegs von und nach Neuzeilsheim für Autos eine Verkehrsentlastung erreicht wird.

Soll auch in anderen Straßen wechselseitiges oder einseitiges Parken eingeführt werden? „Ja, wenn dies zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit und für Einsatzfahrzeuge nötig ist, denn dies ist eine gesetzliche Verpflichtung“, antwortete Hoffmann. In jener Anhörung im Domhof war von Anwohnern zu hören, dass durch das Neubaugebiet deutlich mehr Verkehr in Richtung Einkaufszentrum zu befürchten sei. Schon länger wünschten sich deshalb viele eine jeweilige Einbahnstraßenregelung der parallel verlaufenden Neuen Anlage und der Luisenstraße, in die die Kurzgewannstraße mündet.

„Interessante Option“

„Das ist zum jetzigen Zeitpunkt lediglich eine interessante, theoretische Option“, so Hoffmann in Absprache mit Fachleuten ihres Hauses. Die praktische Umsetzung dieser Idee sei durchaus komplex und mit einem höheren finanziellen sowie zeitlichen Aufwand verbunden. Entsprechend sorgfältig lasse man derzeit durch ein beauftragtes Fachbüro ein mögliches Umsetzungskonzept erarbeiten, das nach eingehender Prüfung und Beteiligung der Bürgerschaft dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt werden soll.