Ladenburg

Ladenburg Präsentation im Lobdengau-Museum

Forschung über die Alamannen

„Verehrt, verwendet, vergessen“ – so heißt eine Präsentation, die von Samstag, 15. Februar, bis Mittwoch, 22. April, im Lobdengau-Museum gezeigt wird. Ihr Untertitel verweist auf die historische Epoche: „Alamannen im Spannungsfeld von Politik und Zeitgeschichte.“

Dabei geht es zum einen um die Germanenstämme, zum anderen aber auch darum, wie sie in der Geschichtsschreibung dargestellt wurden: Das Spektrum ist breit und erstreckt sich zum einen von heroischen Darstellungen des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen Zeit, in der die Stämme zunehmend in Vergessenheit geraten.

Auch Funde aus der Römerstadt

So sehen es jedenfalls die Autoren vom Alamannen-Museum Vörstetten bei Freiburg, die die Studio-Ausstellung konzipiert haben und dem hiesigen Museum in einem der Räume zur Verfügung stellen. Ergänzt wird die Schau durch Ladenburger Funde.

Der Leiter der Freiburger Einrichtung, Niklot Krohn, hält zudem am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr im Domhofsaal einen Vortrag: „Zwischen Rassenkunde und Rasterelektronenmikroskop: Alamannenforschung einst und jetzt.“ Inhaltlich bezieht er sich, erklärt Museumsleiter Andreas Hensen, auf Schädelfunde, die im Freiburger Museum eingelagert sind und den Nazis fatalerweise als Grundlage ihrer Ideologie dienten. stk

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