Ladenburg

Ladenburg AWO-Kindervilla offiziell eingeweiht / Fachlich unterstützt vom Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum

Früh für Wissenschaften begeistern

Archivartikel

Auf Entdeckungstour gehen und spielerisch den Umgang von Magnetismus erleben oder in einem abgedunkelten Raum auf einem Leuchttisch einen großen Turm aus farbigen Bausteinen bauen und nebenbei entdecken, dass „neue“ Farben „entstehen“ – dies können die Kinder im Alter von ein bis drei Jahren ab sofort in der Ladenburger Kinderkrippe „AWO’s Kindervilla“.

Zur jetzigen Einweihungsfeier mit Sektempfang eingeladen waren die Sponsoren der Forschungsstation, Mitarbeiter vom Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung in Heidelberg und die Eltern der Kinder der AWO-Kindervilla.

Engagierte Betreuer

Die Anregung für die Forscherstation geht auf das Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung zurück. Es hat das Ziel, pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus Kita und Grundschule für Naturwissenschaften zu begeistern, damit diese gemeinsam mit Kindern die Welt entdecken.

Die Idee, eigens eine Ecke zum Forschen einzurichten, kam dem engagierten Team der AWO-Kindervilla in der Fortbildungsreihe „Mit Kindern die Welt entdecken“ des Tschira-Kompetenzzentrums. Das Zentrum bietet verschiedene kostenlose Service-Angebote für pädagogische Fachkräfte aus Kita und Grundschule und berät bei der Umsetzung. Zwei Erzieherinnen von der AWO-Kindervilla hatten im vergangenen Jahr die Fortbildung besucht und von der Möglichkeit erfahren, eine eigene Forscherstation in ihrer Einrichtung zu eröffnen.

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Fortbildung kann man sich im Patenschaftsprogramm um eine eigene Forscherstation bewerben. Das Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum sucht mit der Einrichtung nach passenden Paten.

Kindervilla-Leiterin Sandra Rodemer war, wie ihr Team auch, von der Idee, eine eigene kleinen Forscherstation aufzubauen, begeistert. Mit der Beckmann und Jörgensen GmbH aus Mannheim, der „alivello“ GmbH aus Ladenburg, der Volksbank Kurpfalz eG, der BASF aus Ludwigshafen sowie mit dem Elternpaar Julia Krambs und Marius Ebel konnten gleich fünf Paten für die Forscherstation gewonnen werden. Sandra Rodemer dankte den Sponsoren, die eine eigene Forscherstation ermöglichten. Sie ließ wissen, dass die Kinder schon vor der offiziellen Einweihung geforscht haben und oft strahlende Augen bekamen, wenn sie was Neues entdeckt hatten.

Gefördert wird Kreativität, räumliches Denken, Konzentration, Beobachtungsfähigkeit, Feinmotorik, Geduld und Ausdauer. Des Weiteren wird beim Sortieren und Klassifizieren der erste Bezug zur Mathematik hergestellt. Sandra Rodemer: „Zum Entdecken müssen keine komplizierten Versuche aufgebaut werden, sondern es können einfache Dinge aus dem Alltag verwendet werden“.

Als Dankeschön erhielten die Paten „Schüttelgläser“ seitens des AWO-Kindervilla-Teams und vom Kompetenzzentrum jeweils eine Patenschaftsurkunde. Jochen Luttenberger von der Forscherstation vom Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum: „Ziel ist, Naturwissenschaft populär zu machen. Dafür bieten wir kostenlose Fortbildungsreihen an und geben Umsetzungsideen. Wert wird darauf gelegt, dass viel Alltagsmaterialien zum Einsatz kommen, die für wenig Geld nachgekauft werden können. Mittlerweile gibt es mehr als 50 Forscherstationen im Miniaturformat in der Region“.

Die Forscherecke ist im Hauswirtschaftsraum eingerichtet. In zehn Kisten finden die Kinder Alltagsmaterialien und Anregungen, um die Welt zu erforschen.

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