Ladenburg

Ladenburg Antrittsbesuch des CDU-Landtagsabgeordneten Georg Wacker bei Bürgermeister Stefan Schmutz

Früher im Landtag "Klingen gekreuzt"

Natürlich war auch der Durchbruch beim Projekt neue Neckarbrücke ein Thema während des Antrittsbesuchs, den der CDU-Landtagsabgeordnete Georg Wacker gestern Stefan Schmutz abgestattet hat. Der Bürgermeister zeigte sich noch immer davon beeindruckt, dass er an der Sitzung in Stuttgart teilgenommen hatte, in der der Bau der Brücke zugesagt wurde. "Da haben Sie bestimmt einen großen Anteil daran gehabt", wandte er sich an Wacker.

Man kennt sich aus dem Stuttgarter Landtag, wo Schmutz fünf Jahre als Parlamentarischer Berater der SPD-Landfraktion in Sachen Bildung gearbeitet hat. "Es gab kaum eine Plenarsitzung, in der wir nicht politisch die Klingen gekreuzt haben", erinnerte sich Wacker, "aber immer oberhalb der Gürtellinie". Dann ging es um Mittel für die Sanierung von Schulen. Das Land stelle zusammen mit dem Bund 500 Millionen Euro für Baden-Württemberg zur Verfügung, erklärte Schmutz. "Die werden nicht reichen." Als sanierungsbedürftig bezeichnete Schmutz in Ladenburg die Realschule. Zudem erwähnte er, dass in der Astrid-Lindgren-Schule Klassenräume in Containern untergebracht sind. Wichtig wäre es auch, finanzielle Unterstützung für die Lobdengauhalle zu erhalten.

"Viele Kommunen können das nicht schultern", pflichtete ihm Wacker bei. Deshalb unterstütze das Land die Gemeinden jetzt erstmals bei Schulsanierungen. "Ich gehe davon aus, dass es angesichts des gigantischen Sanierungsstaus weitere Unterstützung durch das Land geben wird", so Wacker. Er forderte Schmutz dazu auf, eine Bestandsaufnahme der anstehenden Sanierungsarbeiten zu machen.

Kritik übte Schmutz an der Regelung, dass die Stellen von Integrationsmanagern für Flüchtlinge nur zwei Jahre vom Land gefördert werden. Immerhin werde es 2018 rund 150 Flüchtlinge in der Römerstadt geben. Wacker stimmte ihm zu: "Aber mehr als zwei Jahre waren finanziell nicht möglich." Doch das letzte Wort sei darüber noch nicht gesprochen. Der Bürgermeister möchte in der neuen Nordstadt auch günstiges Wohnen ermöglichen. "Der Markt wird das nicht richten", meinte er. Andererseits benötige die Stadt Mittel aus dem Verkauf eigener Grundstücke, um die Infrastruktur zu finanzieren. Wacker riet, in das Antragsverfahren für das Förderprogramm Wohnungsbau des Landes einzusteigen.

Schließlich schnitt der Bürgermeister die Probleme mit den Nilgänsen an: "Es werden immer mehr." Er hofft, dass dank einer EU-Initiative 2018 Bewegung in die Angelegenheit kommt. Georg Wacker versprach, Landwirtschaftsminister Peter Hauk auf das Thema anzusprechen. kba