Ladenburg

Ladenburg Dalberg-Grundschüler testen Stadtrallye für Kinder und Tier-Rate-Pfad des Heimatbunds / Bald neu im Angebot

"Für junge Familien bestens geeignet"

Archivartikel

Von unserem Mitarbeiter

Peter Jaschke

Wo ist denn nur das Krokodil geblieben? Alle Kinder sind sicher, es schon einmal am Neckarufer gesehen zu haben. Aus Holz natürlich nur. Doch es ist nicht mehr zu finden. Komisch auch, dass auf der Quizkarte nur sieben Buchstaben einzutragen sind. Und nicht acht wie bei Krokodil. Mit einer kniffligen Aufgabe hat der Heimatbund Zweit- und Viertklässler der Ladenburger Dalberg-Grundschule (DGS) herausgefordert: Die Kinder testeten zwei neue Angebote, die der Geschichtsverein jungen Besuchern der Stadt machen möchte.

Das ist zum einen der für Jüngere geeignete „Tier-Rate-Pfad“ mit Gewinnspiel und zum anderen die etwas anspruchsvollere „Stadtrallye für Kinder“, die ältere Mädchen und Jungen ansprechen soll. Es gilt jeweils anhand von Stadtplänen Stationen zu finden, um am Ende jeweils ein Lösungswort oder einen kleinen Lösungssatz herauszubekommen. „Mir hat das Rumlaufen gut gefallen, und dass wir keine Schule hatten.“ Da ist Malte ganz ehrlich. Dabei hat er bei dem Rundgang im Freien aber doch etwas gelernt. Allerdings ohne es zu merken. Spielerisch also.

„Die Kinder können ihrem Alter entsprechend Ladenburg erkunden: Diese Idee finde ich großartig“, sagt DGS-Rektorin Kirsten Lather-Rupp, unterwegs mit ihrer 2a. Und zwar auf der Suche nach acht Tierfiguren, die Künstler Jochen Liebrich aus Baumstümpfen gesägt hat. Insgesamt 20 hat er bislang geschaffen. Er erklärt, was aus dem Krokodil geworden ist: „Es war verwittert und ist nicht mehr zu sehen.“ Wie das gut versteckte Watscheltier mit sieben Buchstaben am Flussufer ganz in der Nähe heißt, soll hier nicht verraten werden. „Die Tiere zu suchen“, das gefällt Charlotte am besten. Julia dagegen „die Schildkröte“. Alle sind sich einig: Dieser Sachunterricht an der frischen Luft macht Spaß. „Das ist für Familien mit Kindern bestens geeignet, um Ladenburg kennenzulernen“, sagt Lather-Rupp. Ihre Kollegin Karin Pelatan hat derweil die Stadtrallye auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. „Die Schüler haben Viertel wie das in der Rheingaustraße entdeckt, wo sie vorher noch nie waren“, berichtet sie und stellt fest: „Die Kinder haben alles gefunden und hatten viel Spaß, weil das ansprechend gemacht ist.“ Auf Nachfrage des Reporters, was am besten gewesen sei, erklärt Ajub: „Das mit dem Aufschreiben.“

Konzept wird aktualisiert

Über alle Rückmeldungen freut sich Evelyn Bausch vom Heimatbund. Sie arbeitet die Stadtrallye nach einer Anregung von Sanna Humphrey und deren Sohn aus. „Die beiden haben den entscheidenden Anstoß gegeben“, sagt Bausch. Den Tier-Rate-Pfad entwickelt Liebrich. Der Holzkünstler will das Konzept nach Anregungen der Schüler und der Rektorin aktualisieren.

„Wir wollen auch Kindern Heimat näher bringen und jungen Besuchern in der Stadt etwas bieten, um Ladenburg erleben zu können“, erklärt die Heimatbund-Vorsitzende Carola Schuhmann den Ansatz des Geschichtsvereins.

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