Ladenburg

Ladenburg Sitzung am Mittwochabend im Domhof

Gemeinderat entscheidet über viel Geld

Archivartikel

Wenn die Ladenburger Gemeinderäte an diesem Mittwochabend zusammenkommen, fällen sie einige weit reichende Entscheidungen. Jedenfalls, soweit es ihre finanzielle Seite betrifft: Acht Tagesordnungspunkte sind nämlich Anschaffungen und Auftragsvergaben gewidmet.

Weil festgestellt wurde, dass die Brücke über den Loosgraben einsturzgefährdet ist, führte ein Ingenieurbüro die Ausschreibungen für einen Neubau durch. Die Arbeiten sollen nach dem Willen der Verwaltung nun von der Eberbacher Firma Michael Gärtner durchgeführt werden und rund 180 000 Euro kosten. Dazu kommen 40 000 Euro für Ingenieur-Leistungen oder Bodengutachten. 96 000 und 113 000 Euro könnten zwei neue Geräte für den städtischen Bauhof kosten: Ein neuer Radlader und eine Kehrmaschine sollen die bisher eingesetzten Maschinen ersetzen, deren Instandsetzung sich, wie die Verwaltung bemerkt, „wirtschaftlich nicht mehr darstellen lässt“.

Arbeiten an Lindgren-Schule

Größter Brocken sind die Tiefbauarbeiten, die das Gremium als Jahresleistung bewilligen soll: Das Gesamtpaket umfasst etwa 380 000 Euro, darin enthalten sind Arbeiten an Feldwegen, Gemeindestraßen, Kanälen, Wasserleitungen und den Wegen auf dem Friedhof. Auch in der Astrid-Lindgren-Schule soll es weitergehen: Wenn der Gemeinderat grünes Licht gibt, können Estrich-, Innenputz- und Trockenbauarbeiten sowie der Einbau neuer Fenster vergeben werden.

Nicht mit Händen zu greifen ist ein weiterer Posten: Rund 30 000 Euro könnte eine Digitalisierungsstrategie für die Verwaltung kosten. Weil die Stadt aber Landes-Fördermittel von knapp 21 000 Euro bekommt, wird dieser Posten am Ende nicht ganz so teuer.

Daneben steht die Fortschreibung des Flächennutzungsplans auf der Tagesordnung, die unter anderem verschiedene Aspekte des Baugebiets Nordstadt beleuchtet und feststellt, dass es bereits 1982 als Wohnbaufläche in dem Regelwerk enthalten war. Die Sitzung beginnt übrigens ebenfalls mit einem Plan: nämlich dem Denkmalpflegerischen Werteplan zur Gesamtanlage Ladenburg, der vom Landesamt für Denkmalpflege zu Beginn der Sitzung um 18 Uhr offiziell übergeben wird. Darin sind „alle Elemente, die den historischen, schützenswerten Stadtkern prägen, beschrieben und bewertet“, teilt die Behörde mit. Der Plan soll einen aktuellen, unkomplizierten und schnellen Datenzugriff ermöglichen.

Zum Thema