Ladenburg

Ladenburg Vorösterlicher Rundgang mit dem Arbeitskreis Stadtmarketing macht Lust auf Frühling / Mehr Teilnehmer als je zuvor seit Premiere 2008

Geschmückte Brunnen locken in die Altstadt

Mehrere Weidenbögen wölben sich mit zart sprießendem Grün am Marktplatz in Ladenburg. An blauen Frühlingsbändern baumelt eiförmig Geflochtenes über dem Marienbrunnen. „So schön haben wir den noch nie gehabt“, stellt Helmut Isenbart erfreut fest. Und noch etwas lässt den Ehrenamtlichen vom Arbeitskreis (AK) Stadtmarketing strahlen: Trotz aprilfrischer Lufttemperaturen zählen er und weitere Aktive an diesem gleichwohl sonnigen Frühlingsvormittag mit mehr als 80 Teilnehmern so viele wie nie zuvor beim heiteren Rundgang zu diesmal insgesamt neun vorösterlich geschmückten Brunnen in der Altstadt.

Seit 2008 gibt es diese Tradition in der Römerstadt, und sie wird offenbar immer beliebter. Dass es erstmals auch eine geschmückte Wasserstelle mehr ist als bisher, dafür bedankt sich Stadtrat Peter Hilger als Mitinitiator beim evangelischen Kirchengemeinderat. Dieser hatte sich nach intensiver Diskussion dazu durchgerungen, den früheren Ziehbrunnen aus der Barockzeit von Mädchen und Jungen des Anne-Frank-Kindergartens schmücken zu lassen. „Es ist ausdrücklich ein Frühlingsbrunnen“, betont Pfarrer David Reichert am Palmsonntag und erklärt die Sichtweise der Gläubigen: „Das Licht von Ostern strahlt bereits in die Karwoche herüber.“ Der Rundgang sei eine „sehr schöne Tradition, die zum Fest der Auferstehung am kommenden Ostersonntag aber noch schöner wäre“, sagt Reichert gegenüber dem „MM“. In der Ära seines Vorgängers Markus Wittig hatte dieser Brunnen ausgespart bleiben müssen.

Zweit weitere Premieren

„All die schönen Gedichte, dass es inhaltlich um Ostern geht und sogar religiöse Texte gelesen werden, das finde ich gut“, sagt Reichert. „Es gefällt mir“, bekräftigt mit Mathias Weber auch ein Kirchengemeinderat. Es gibt sogar zwei weitere Premieren: Erstens liest – neben den bewährten Rezitatoren Helga Isenbart und Hilger – diesmal auch Rosemarie Schmidt Verse aus einem alten Kinderbuch über „Mutter Hase“ vor. Zweitens beteiligen sich erstmals Senioren aus dem Johanniter-Haus am Waldpark.

„Es hat den Bewohnern viel Freude bereitet, den Brunnenschmuck am Gockelsmarkt zu basteln“, sagte Einrichtungsleiterin Christiane Reuter. Die Idee dazu habe Küchenleiterin Gaby Krämer gehabt, die mit ihrer Mutter Brigitte wie seit Jahren schon auch diesmal wieder den Engelburgbrunnen am Rathaus verziert hatte.

„Es ist eine ganz tolle Idee, die Figuren des Bischofs und des Kurfürsten mit einer verzierten Leine zu verbinden“, lobt Helga Isenbart die Heimbewohner, von denen einige am Sonntag dabei waren. „Alle Brunnen sind sehr schön geworden“, findet Hilger.

Sein Dank gilt außer den bereits Genannten auch Landfrauen um Inge Fetzer (Stadtbibliothek), Alexa Gugliara („Wasserschöpfer“ am Domhof), Kindern von Merian-Realschule (Günther´sches Waisenhaus, Kirchenstraße) und St. Joseph-Kita (Fischmarktbrunnen am Markt), seinen Ratskollegen Hanne Zuber, Max Keller und deren Partner (Marktplatz) sowie einer örtlichen Baumschule und zwei Blumengeschäften als Spender.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/ladenburg