Ladenburg

Ladenburg Stiftung unterstützt Sanierung des Neunhellerhauses

Glücksspiel hilft alten Gebäuden

Menschen, die Lotto spielen oder sich Lose der Glücksspirale kaufen, denken meist an die lockenden Gewinne. Den wenigsten wird klar sein, dass sie mit ihren Einsätzen auch den Denkmalschutz unterstützen. Davon profitiert jetzt die Eigentümergemeinschaft des Neunhellerhauses am Ladenburger Marktplatz. Sie hatte die Fassade des riesigen Fachwerkhauses zum Marktplatz hin aufwendig sanieren lassen und erhielt nun eine Zuwendung der Denkmalstiftung Baden-Württemberg in Höhe von 20 000 Euro. Und dieses Geld wiederum kommt von der Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, der Lotteriegesellschaft des Landes.

Auch deren Geschäftsführer kam zur Übergabe nach Ladenburg. Es ist ein alter Bekannter: Georg Wacker, der in Schriesheim wohnt und bis Dezember 2017 als CDU-Landtagsabgeordneter den hiesigen Wahlkreis vertreten hat. Er erläuterte, dass die Gelder, die nach den Gewinnausschüttungen übrigbleiben, ans Land gehen. Damit werden viele Bereiche des Sports, der Kultur, des Sozialen und der Umweltförderung unterstützt. 24,9 Millionen Euro aus dem Wettmittelfonds fließen allein in den Denkmalschutz, so Wacker weiter.

Darüber ist Hermann Vogler, der ehrenamtliche Geschäftsführer der 1985 gegründeten Denkmalstiftung Baden-Württemberg, natürlich heilfroh. Zwar verfüge seine Organisation über Stiftungskapital in Höhe von 25 Millionen Euro, doch das werfe derzeit kaum Erträge ab. „Deshalb war Toto-Lotto unsere Rettung.“ Vogler lobte das „exzellente Ergebnis“ der Sanierung, ebenso Architekt Josef Bräuer und die Eigentümer des Neunhellerhauses. Und über diese Aussage Voglers dürfte sich Bürgermeister Stefan Schmutz gefreut haben: „Die Stadt geht beispielhaft mit ihren Denkmälern um.“

Im Namen der Eigentümer dankte Karl-Friedrich Rothenbusch für den Zuschuss. Der Geschäftsführer der Grundvalor GmbH, die das Neunhellerhaus verwaltet, betonte, dass bei dem Projekt fast ausschließlich Ladenburger Handwerker zum Einsatz kamen.

„Es ist das prägende Gebäude am Marktplatz“, wies Bürgermeister Stefan Schmutz auf die herausragende Bedeutung des Neunhellerhauses hin. Aus diesem Grund habe die Stadt die Sanierung mit 20 000 Euro gefördert. Weitere 2800 Euro kamen vom Heimatbund. Deshalb waren Vorsitzende Carola Schuhmann, Dr. Ulrich Erhardt und Ehrenvorsitzender Egon Lackner zur symbolischen Spendenübergabe gekommen.