Ladenburg

Ladenburg Bilder des Sickingenhofs im Schaukasten am Domhof / Ursprünge im 13. Jahrhundert

Großer Torbogen erinnert an Adelshof

Archivartikel

Südlich der Hauptstraße im Bereich der Klappergasse in Ladenburg befand sich der Sickingenhof. Dort war die Zufahrt, dort steht heute noch der große gotische Torbogen. Dagegen wurden die Reste des Herrenhauses 1967 zugunsten neuer Wohnbauten abgerissen. Eine beim Abbruch durchgeführte Bauuntersuchung ergab ein Bestehen des Hofes seit dem 13. Jahrhundert. Aus der gleichen Zeit stammt auch die am Neubau untergebrachte Konsole für einen Altar-Erker mit dem Relief eines sitzenden bärtigen Mannes.

Seit dem Spätmittelalter war der Hof im Besitz der Familie von Sickingen. Sie verkaufte das Anwesen 1786 an den kurpfälzischen Geheimrat von Maubuisson, von dem es bald darauf an die Familie der Freiherren von Babo ging, die es noch um 1840 besaß. Um 1870 war der Tabakfabrikant Schmitt Besitzer, eine Familie Geyer betrieb anschließend dort eine Lackfabrik. Um 1890 wurde die Mauer, die den ganzen Hof umschloss, durchbrochen. Es entstand eine Toreinfahrt an der Hauptstraße. 1902 wurde der Hof von Apotheker Hohn erworben, seit dieser Zeit sprach man vom „Hohnehof“.

Verschiedene Betriebe waren in der Folge darin untergebracht, darunter eine Gummifabrik, die 1921 durch Brand zerstört wurde. Der Hohnehof ging schließlich in den Besitz der Stadt über. Heute führt die Nadlerstraße durch das ehemalige Sickingen‘sche Anwesen. Die Bilder sind bis Ende September im Schaukasten am Domhof zu sehen. kba