Ladenburg

Ladenburg Jahreshauptversammlung der Sängereinheit

Günther Grundmann übernimmt erneut Vorsitz

Archivartikel

Der Ladenburger Gesangverein Sängereinheit hat wieder einen 1. Vorsitzenden: Günther Grundmann übernahm in der diesjährigen Hauptversammlung im Ratskeller den seit März 2018 verwaisten Posten. Damals war Grundmanns Vorgängerin Marianne Stein nicht mehr zur Wahl angetreten. Es hatte sich kein Nachfolger finden lassen. Der 2. Vorsitzende Josef G. Hoffmann übernahm die Aufgabe kommissarisch. Dafür hörte er nun viel Lob. Dennoch wollte er nicht wieder zu Wahl antreten.

„Es macht mir keinen großen Spaß mehr“, begründete Hoffmann seine Entscheidung, mit der Vorstandsarbeit bei der Sängereinheit aufzuhören. Als Nachfolger auf dem Posten des Vizechefs stand auch der Name des 27-jährigen Beisitzers Dominique Vinar im Raum. „Lieber nicht“, antwortete dieser jedoch, als es darum ging, den Hut in den Ring zu werfen. Vinar soll jetzt auf Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Helmut Kinzig aber mit den Kassengeschäften des Vereins vertraut gemacht und auf die Vorstandsarbeit vorbereitet werden.

Offenes Ohr für Kritik

Anstelle von Hoffmann vertritt der bisherige Schriftführer Hans-Peter Gutscher den neuen Vorsitzenden Grundmann, der seit 33 Jahren Mitglied ist und den Verein bereits von 2005 bis 2008 führte. Grundmann wurde bei drei Enthaltungen unter den 53 Stimmberechtigten zunächst für ein Jahr zum Chef gekürt, damit der Rhythmus der Wahlen für ansonsten zweijährigen Amtszeiten wieder stimmt.

In seiner Antrittsrede warb Grundmann um einen vertrauensvollen Umgang miteinander. Für konstruktive Kritik habe er ein offenes Ohr. Es sei ihm wichtig, dass dieser Traditionsverein weiterlebe. Weil kein Jüngerer zur Verfügung stand und er einen Pflichtvorstand von Amts wegen vermeiden wolle, sei er überhaupt angetreten. Zur Seite stehen Grundmann außerdem das frühere Vorstandsmitglied Werner Schreckenberger (Schriftführer) und Werner Bläß als Vertreter der passiven Mitglieder.

Beitrag um zwölf Euro erhöht

Nicht zur Wahl standen Ingrid Müller (Frauenchorsprecherin), für die „die ersehnten gemeinsamen Singstunden mit dem Männerchor“ 2018 mit am Schönsten waren, und Kassenwartin Ellen Jünschke. Deren Zahlen zeigten auf, dass die bisherigen Beiträge von inzwischen nur noch 160 Mitgliedern nicht länger ausreichen, um die Kosten zu decken. Eine Statistik von Hoffmann belegte, dass die Mitgliederzahl 2012 mit 202 Sängerinnen und Sängern einen Höchststand in der Kurve seit 2008 erreicht hatte, seitdem aber kontinuierlich auf den gegenwärtigen Stand gesunken ist.

„Es ist erstaunlich, dass wir nicht noch mehr Minus in der Kasse haben, und deshalb kommen wir um eine Erhöhung der Beiträge nicht herum“, sagte Jünschke. Tatsächlich beschlossen die Mitglieder, den Jahresbeitrag von 48 auf 60 Euro anzuheben. „Das ist pro Monat ein Euro mehr als bisher“, rechnete Kinzig vor. Die Liste der „hundertprozentigen Singstundenbesucher“ führen Peter Kinzig (17 Jahre ohne Fehltag) und Ilse Kresse (13 Jahre) an. pj