Ladenburg

Gute Vorarbeit nutzen

Archivartikel

Klaus Backes plädiert für rasche Entscheidung

Aller Voraussicht nach wird Ladenburg endlich eine weitere Sporthalle bekommen. Das ist auch dringend nötig. Denn schon bisher reichen die Kapazitäten nicht aus. Und die Situation wird sich durch die 2500 zusätzlichen Bewohner in den Neubaugebieten weiter verschärfen.

Pläne für die Schaffung von zusätzlichen Kapazitäten wälzen Gemeinderat und Verwaltung schon lange. Die lange favorisierte Lösung: ein Anbau an die Lobdengauhalle. Diese Variante kippte Bürgermeister Stefan Schmutz im Oktober 2018. Sein Argument: Wenn die dringend notwendige Sanierung der Lobdengauhalle beginnt, bevor eine weitere Halle steht, müsste die Stadt Kapazitäten in Nachbargemeinden anmieten.

Der von der Machbarkeitsstudie favorisierte Standort scheint mit dem geringsten Aufwand bebaubar zu sein. Wenn die Wahl darauf fällt, wird zudem eine Gruppe glücklich sein: die Drachenbootsportler, die nicht mehr um die Existenz ihrer Halle fürchten müssen. Dass die Kosten für zwei Varianten im Bereich 1 am geringsten ausfallen, macht diese Lösung zusätzlich sympathisch.

Verhaltene Prognosen

Die momentane Finanzlage könnte zwar zu Euphorie verleiten. Doch die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung klingen verhalten. Deshalb erscheint es klug, eine möglichst günstige Variante zu wählen. Und hoffentlich bringen die Neubürger über ihre Steuern genügend Mehreinnahmen, um die laufenden Kosten der neuen Halle zu decken. Denn der Bau ist eins, die jährlichen Kosten sind das andere, eine Dauerbelastung nämlich. Doch genug der Bedenken: Die Vorbereitung der Entscheidung wirkt perfekt, und das Geld ist da. Nun sollte es um die rasche Umsetzung gehen.