Ladenburg

Ladenburg Gemeinderat stellt Weichen für Kommunal- und Europawahlen am 26. Mai / Etatplan liegt öffentlich aus / „Erfrischungsgeld“ für Wahlhelfer erhöht

„Hundertmorgen“ nach 20 Jahren in trockenen Tüchern

Archivartikel

Haushaltsplan 2019: Noch bis einschließlich Dienstag, 5. März, liegt der städtische Haushaltsplan im Ladenburger Rathauszimmer 111 öffentlich aus. Inzwischen hat das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis die Gesetzmäßigkeit des Zahlenwerks bestätigt. Dies gab Bürgermeister Stefan Schmutz in der jüngsten Sitzung des Ladenburger Gemeinderats bekannt.

Hundertmorgen: Der Bebauungsplan Hundertmorgen I ist in trockenen Tüchern. Mehr als 20 Jahre lang beschäftigte dieses Planwerk die Verwaltung, wie Bürgermeister Schmutz feststellte. Die nun einstimmig als Satzung beschlossenen Inhalte böten Bestandsschutz für bestehende Firmen. Die Anwohner profitierten davon, dass das Areal entlang der Industriestraße zu einem reinen Gewerbegebiet mit einer geringeren Lärmbelastung herabgestuft worden sei. Eine Stadtplanerin des Büros Schöffler (Karlsruhe) informierte in der Sitzung über konkrete Inhalte.

Wahlen: Am Sonntag, 26. Mai, sind die Wahlberechtigten bei Gemeinderats-, Kreistags- und Europawahl in dreifacher Form gefordert, ihre Stimme abzugeben. Dafür stellten Stadträte, Bürgermeister und Verwaltung jetzt organisatorische Weichen und bildeten Gremien. Das „Erfrischungsgeld“ für Wahlhelfer wurde „als kleiner Anreiz, sich zu engagieren“, so Bürgermeister Schmutz, auf 80 Euro festgesetzt.

Grünflächen: Die Pflege der Grünflächen in sechs Ladenburger Bezirken übernehmen die bewährten Firmen Wolf (Ladenburg), Schmitt (Hirschberg), Wisag und LIS Lieblang (beide Mannheim) für insgesamt rund 314 000 Euro. Der Vertrag mit dem Büro MVV Regioplan zur Überwachung der Grünpflege wurde für rund 26 000 Euro verlängert. Die Bodenpflege auf dem Friedhof vergab die Stadt für rund 32 000 Euro erneut an die Firma Heiko Freund (Ladenburg).

Tiefbauarbeiten: Die anfallenden Tiefbauarbeiten bei Wasserrohrbrüchen, Kanalreparaturen und kleinen bis mittleren Straßenausbesserungen führt nach einer Ausschreibung weiterhin die örtlich ansässige Firma Schnell aus. Das im Rahmen des Jahresvertrags abzuwickelnde Volumen beträgt üblicherweise rund 230 000 Euro.

Stromlieferung: In einer Eilentscheidung hat Bürgermeister Schmutz die Stadt Ladenburg an einer Bündelausschreibung für den Bezug von Strom beteiligt. Durch die gemeinsame Ausschreibung mit vielen anderen Kommunen sollen möglichst günstige Konditionen für den Strombezug der kommunalen Liegenschaften einschließlich der Straßenbeleuchtung erzielt werden. Dabei soll, so Schmutz in der Sitzung, zu 100 Prozent auf Ökostrom gesetzt werden, also Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie, Geothermie und Biomasse.

Jugendzentrum: Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat erklärte der städtische Gebäudemanager Götz Speyerer, dass sich an der „Kiste“-Fassade über dem Eingang rund 100 Jahre alte Putzstücke gelöst hätten. Das Problem sei aus Sicherheitsgründen großflächig zu beheben, weshalb ein Gerüst gestellt werden musste.

Lobdengau-Cup: Für das 3. Laienfußball-Turnier des Türkisch-Islamischen Kulturvereins um den Lobdengau-Cup am Sonntag, 3. März, ab 11 Uhr in der Lobdengauhalle warb Bürgermeister Schmutz eingangs der Sitzung um Zuschauer. Es hätten sich 16 Freizeitteams angemeldet, die zu 90 Prozent aus Ladenburg stammen sollen, darunter ein städtisches Team um Schmutz. pj