Ladenburg

Ladenburg Räte stimmen bei Haushaltsdebatte über 35 Anträge ab / Externe IT-Unterstützung für Schulen lange diskutiert und dann doch abgelehnt

Ja zu Schiffscontainern, Sperre für Sirenen

Archivartikel

Insgesamt 35 Anträge diskutierten die Ladenburger Gemeinderatsfraktionen am Dienstagabend. Hier einige wichtige Beschlüsse:

Sitzmöglichkeit für den Skaterpark: Auf Initiative des Jugendgemeinderats erhält der Skaterpark für insgesamt 15 000 Euro überdachte Sitzmöglichkeiten. Wie Jugendgemeinderätin Jule Walz erläuterte, sollen die Unterstände aus zwei alten Schiffscontainern entstehen und mit Beteiligung der Jugendlichen umgebaut werden. Die Parteien unterstützten das einstimmig.

Vorerst keine Sirenen: Die Grünen-Fraktion setzte sich dafür ein, die Planungen für eine neue Sirenenanlage zu stoppen und erst auf die Ergebnisse des zweiten bundesweiten Sirenen-Warntags zu warten. „Das ist eine große Investition, die laufenden Kosten sind nicht absehbar“, warnte Marius Steigerwald. Die SPD wandte sich nicht grundsätzlich gegen die Sirenenanlage, beantragte jedoch einen Sperrvermerk für die Anschaffung. Angesichts der wirtschaftlich unsicheren Lage solle man das Halbjahresergebnis abwarten, so Steffen Salinger. Die Anträge wurden angenommen.

Externe IT-Unterstützung für Schulen: 70 000 Euro wollte die CDU in den Haushalt einstellen, damit die Ladenburger Schulen externe IT-Unterstützung anfordern können, wenn es beim Einsatz von digitalen Lehrmitteln und beim digitalen Unterricht zu Problemen kommt. „Es ist wichtig, dass wir da kurzfristig reagieren können, wenigstens eine Zeit lang“, warb Fraktionschef Günther Bläß für den Antrag – der lange diskutiert wurde. Uta Blänsdorf-Zahner (SPD) sieht eine große Schwierigkeit darin, dass an den Schulen keine Lehrerstunden vorhanden seien, um die Tablets zu verwalten und zu verleihen: „Das ist eine Misere.“ Jennifer Zimmermann (Grüne) und Tim Ruster (Freie Wähler) befürchteten in der angedachten Unterstützung eine Doppelung der Maßnahmen, denn Ladenburg sei ja schließlich an einem digitalen Pilotprojekt mit dem Rhein-Neckar-Kreis beteiligt. Auch Ernst Peters (FDP) lehnte es ab, „an mehreren Strängen gleichzeitig zu ziehen“. Der Antrag wurde mit 5:12-Stimmen abgelehnt.

Solaranlage auf dem Freibad-Dach: Hannelore Zuber (Grüne) stellte den Antrag vor, die Planung für eine neue Solaranlage auf dem Dach des Freibads zu beginnen. Die alte Anlage sei 30 Jahre alt und sanierungsbedürftig. „Es gibt inzwischen bessere und effizientere Technik“, sagte Zuber. Für die Verwaltung betonte Liegenschaftsmanager Götz Speyerer, dass man ein Planungsbüro für dieses umfangreiche Thema beauftragen müsse, um dem Gemeinderat Fakten vorlegen zu können. Mit elf Ja-Stimmen und acht Enthaltungen stellte der Rat dafür 25 000 Euro zur Verfügung.

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