Ladenburg

Ladenburg Frühjahrskonzert zum 25. Geburtstag der Stadtkapelle begeistert rund 600 Besucher in der Lobdengauhalle / Viele Solisten glänzen

Jeannette Friedrich röhrt „Big Spender“

Die Stadtkapelle Ladenburg hat am Samstagabend in der Lodengauhalle rund 600 Besucher begeistert. Am Ende des Frühjahrskonzerts zum 25. Jubiläum des Orchesters erhoben sich nahezu alle von ihren Plätzen, um den Akteuren ausgiebig Beifall zu spenden.

Dieser steigerte sich sogar noch, als Moderator Johannes Fritz dem Dirigenten und städtischen Musikschulchef Helmut Baumer eine Flasche mit einem feinen Tropfen überreichte und feststellte: „All das, was Sie seit 1993 geleistet haben, wäre eigentlich einen Weinkeller wert.“ Dann verriet Fritz das Geheimnis des langjährigen Erfolgs. Denn die Blumen für Baumers Frau übergab er mit den Worten: „Sie ist die Inspirationsquelle für ihn.“

Lob für Musiker

Auch die Musiker hatten Lob verdient: „Ihr wart richtig gut, emotional und mitreißend“, sagte der Ilvesheimer Fritz. Mit Eva Müller, Renate Untucht-Grau und Werner Wolf sind drei Instrumentalisten von Anfang an dabei. Zwei der Jüngsten standen bei Soli im Mittelpunkt: Max Heinke zählte neben Musikschullehrer Markus Seeger und Lothar Blüm zum Trompetentrio, das bei seiner Einlage mit präzisem Spiel die Post abgehen ließ.

Und Maximilian Sander hat gerade sein Musikabitur am Carl-Benz-Gymnasium mit Höchstpunkzahl bestanden. Wer seine rasante Reminiszenz an den „Zirkus Renz“ auf dem Xylophon hörte, wusste auch warum. Es blieben dies nicht die einzigen Überraschungen. So glänzte auch die städtische Musikschullehrerin Covadonga Alonso (Corelli-Ensemble) beim ergreifenden „Schindlers Liste“ an der Violine. Ebenso hinreißend: das Medley des jungen Gesangsensembles der Musikschule mit Hits aus Kinderfilmen wie Heidi, Biene Maja, Pippi Langstrumpf und Pumuckl. Ihr Titel „Hurra, Hurra“ hätte sich ebenso zum Motto des Abends geeignet wie das offizielle „25 Jahre Vielfalt“.

Denn die Spielfreude sprang den Musikern aus den Knopflöchern ihrer blauen Jacken. Die Lehrerin der acht singenden Kinder und Jugendlichen Elisabeth, Sophie, Lilien, Klara, Lilly, Luisa, Alisia und Pius ist Musicalsängerin Jeannette Friedrich. Die Tochter Ladenburgs interpretierte den Song „Big Spender“ umwerfend stimmgewaltig und hörte dafür Bravorufe.

Die Mischung macht’s

Ob Stücke im James-Last-Stil, ein Frank-Sinatra-Medley oder eine „Funk-Attacke“: Das Programm und etliche weitere Solisten konnten sich hören lassen. „Es ist eine bunte Mischung und ich bin sehr zufrieden“, sagte Dirigent Baumer. Nur die gute Zusammenarbeit mit der Musikschule bringe solche Konzerte hervor. „Unheimlich abwechslungsreich und erfrischend, was die Stadtkapelle bietet“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz begeistert. Die Spielfreude des Orchesters „macht Spaß und kommt rüber“.

Um dies zu erleben, hatte der Heidelberger Bundesabgeordnete Karl A. Lamers sogar seine Rückreise aus Litauen vorverlegt. „Cool“ fand es Lasse Rückauer (8), den das Konzert interessierte, weil er selbst Klarinette spielt. „Sehr gut“ gefiel es auch Renate Wiest. Sie fühlte sich an Blaskonzerte in ihrer fränkischen Heimat erinnert, wo ihr Opa einst Trompeter war. In Ladenburg spielt Enkeltochter Mona Flöte.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich hier mal mitspielen würde und bin so froh, dass ich vor über zwei Jahren mit dem Klarinettenspielen begonnen habe“, sagte Helene Völter-Erhardt, die Vorsitzende der Kapelle. Für die Bewirtung sorgte die Freiwillige Feuerwehr. Lob hörten auch Moderator Fritz, das Technikteam Remark, die Sponsoren und Hausmeister Christian Stamm.

Info: Weitere Fotos unter: morgenweb.de/ladenburg

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