Ladenburg

Ladenburg Marius Steigerwald und Adnan Jema nehmen an Konzert in Chemnitz teil

Jugendgemeinderäte zeigen Flagge

Archivartikel

Das kostenlose Konzert gegen Rechtsradikalismus in Chemnitz hat in dieser Woche bundesweit für Schlagzeilen gesorgt – unter den 65 000 Zuschauern waren auch die beiden Ladenburger Jugendgemeinderäte Adnan Jema und Marius Steigerwald.

„Adnan und ich hatten die Ehre, am Montagmittag in Richtung Chemnitz aufzubrechen, um ein Zeichen gegen rechten Hass und Demokratiefeindlichkeit zu setzen“, berichtet Marius Steigerwald. Die Anregung sei von Bürgermeister Stefan Schmutz gekommen.

Schon auf dem Hinweg sei die besondere Stimmung zu spüren gewesen. „Der Zug von Leipzig nach Chemnitz war so voll, dass teilweise die Fenster zum Einstieg genutzt wurden“, berichtet der Ladenburger. „Am Bahnhof herrschte dann positiver Ausnahmezustand. Hunderte von Polizisten und noch mehr gut gelaunte Menschen nahmen einen freudig in Empfang.“

Zu Beginn gab es eine Schweigeminute für Daniel H., der bei einem Chemnitzer Volksfest mutmaßlich von drei Flüchtlingen erstochen worden war. Danach waren Rechtsradikale durch die Stadt gezogen und hatten Migranten angegriffen. Das vierstündige komplette Konzert mit Bands wie Kraftklub und den Toten Hosen verlief friedlich und endetet mit der klaren Botschaft „Wir sind mehr!“.

„Diese Reise war wichtig für uns“, berichtet Marius Steigerwald. „Wir konnten damit als Jugendgemeinderat Ladenburg klar Position gegen Radikalismus in jeglicher Form, gegen Fremdenfeindlichkeit und für die Demokratie beziehen.“ Man hoffe, so Steigerwald, „dass mit der Veranstaltung ein Zeichen gesetzt werden konnte, das über die kommenden Wochen hinaus geht“. red