Ladenburg

Ladenburg Gremium präsentiert Pläne für die kommenden Monate / Internetauftritt, Müllsammelaktion und Besuche an Schulen

Jugendgemeinderat plant Berufsinformation

Archivartikel

„Ein Riesenprojekt“ liege seit vergangenem Jahr hinter dem Jugendgemeinderat (JGR), sagt Jule Walz. Die Vorsitzende meint die Pumptrack-Anlage, die auf die Initiative des Gremiums zurückgeht; außerdem warben die Jugendlichen reichlich Spenden für ihren Bau ein. Zwar wurde der Parcours für Radler und Skateboardfahrer bereits offiziell in Betrieb genommen. Doch nun soll im Sommer noch eine eigene, vom JGR organisierte Einweihungsparty stattfinden.

Das gehört zu den Beschlüssen, die das Gremium unlängst auf einer Klausurtagung in Neustadt an der Weinstraße fasste. Mit dabei war Dominik Alt, Leiter des Jugendzentrums „Kiste“ und seit dem Weggang seiner Vorgängerin Kerstin Pott auch Verantwortlicher für die Geschäftsstelle des JGR. Seine Aufgabe sei es, Bindeglied zwischen Jugendlichen und Verwaltung zu sein, erklärt er, dann steigt Walz ein in die Erklärung der weiteren Pläne, die noch in dieser Amtsperiode angegangen werden sollen – im Spätjahr 2021 wird wieder gewählt, und bis dahin hat das Gremium einen vollen Kalender.

Neuer Facebook-Auftritt geplant

Darin stehen nicht nur JGR-Sitzungen, sondern auch die Tagungen des Gemeinderats. Seit 2019 erleben die Jugendlichen diese vom Ratstisch aus: eine Veränderung, die sie als zutiefst symbolisch erlebt haben. „Das ist uns sehr wichtig“, sagt Walz.

Sie, Leonie Neu und Lena Struve wollen sich um den Internetauftritt des JGR kümmern, außerdem ist auch wieder eine Präsenz beim sozialen Netzwerk Facebook geplant. Es habe schon mal eine gegeben, sagt Alt: „Mir ist gleich aufgefallen, dass sie nicht aktuell war, aber der Jugendtrend geht ohnehin mehr zu Instagram.“ Daneben geht es um die Kontaktaufnahme an Schulen, die die Jugendlichen gerne intensivieren wollen, sagt Walz: „Wir wollen informieren, dass es uns gibt.“ Und fragen, welche Anregungen die Schüler haben, wo sie Bedarf sehen. Nebenher zieht es den JGR auch an die Orte, an denen sich die jüngeren Ladenburger regelmäßig aufhalten: Skater- und Pumptrack-Anlage, Spielplätze, den Bolzplatz in der Weststadt, Freibad, Sportplätze, Neckarwiese oder das Areal um die Schulen. Überall dort wollen sie Jugendliche mobilisieren, um die Flächen sauber zu halten. Es ist ein weiterer Schritt im Kampf gegen die oft beklagte Verschmutzung, die auch Walz registriert hat: „Da habe ich jetzt weniger Party-Abfälle gesehen, sondern eher ,Alltagsmüll’.“

Blick nach vorn

Und dann planen die Jugendlichen noch einen Blick in die Zukunft: Im Herbst wollen sie nämlich Menschen einladen, die einen ungewöhnlichen Weg ins Berufsleben eingeschlagen haben: Jung-Unternehmer, aber auch Weltreisende.

Sie wollen das mit praktischer Lebenshilfe verbinden. Denn JGR-Mitglied Nike Sacher hat einen Opa, Herrmann Mayer, der bei der Veranstaltung konkrete Ratschläge geben will, wie man Bewerbungen schreibt. Walz sagt: Der JGR wolle Berufsinformation „einmal ganz anders machen als in der Schule.“

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