Ladenburg

Ladenburg Projekt „Zirkus Villakunterbunt“ der Astrid-Lindgren-Schule / Aufführung in der Lobdengauhalle mit 115 Kindern

Junge Artisten bilden vierstöckige Pyramide

Archivartikel

„Pyramiden gibt’s nicht nur in Ägypten, sondern auch hier in Ladenburg“ „Wir bitten, dass sie nicht nur filmen, sondern auch klatschen, denn wir arbeiten sehr hart,“ wünscht sich Moderatorin Mareike Munack und gibt somit die Manege frei für die „Kugelläufer“. Am vergangenen Freitag versammeln sich Familie und Freunde in der Lobdengauhalle, um den Kindern der Astrid-Lindgren-Grundschule in Ladenburg zuzuschauen. 115 Kinder tobten sich eine Woche lang in dem Projekt „Zirkus Villakunterbunt“ aus und lernten die verschiedensten Dinge.

Die Moderatoren Maximilian Lauff, Theo Struve, Felix Everts und Mareike Munack begrüßen das Publikum und kündigen die sogenannten „Kugelläufer“ an. Der Name ist Programm – insgesamt sieben Kinder steigen waghalsig auf Gymnastikbälle und laufen auf der Stelle auf ihnen. Doch nicht allein stehend, sondern auch mit Fußbälle hin- und herwerfend, über Hula-Hoop-Reifen steigend, mit Tüchern winkend und Plakate hochhaltend begeistern die Artisten die Zuschauer. Sie sind „besser als Fußballer, denn sie laufen nicht nur einem Ball hinterher, sondern auf einem drauf“, kommentiert Felix Everts.

Gefräßige Raubtiere

Ein fliegender Übergang erfolgt zu den „lustigen Clowns“. Ein Clown öffnet ein Paket, in dem ein Paket ist, in dem ein Paket ist etc. in dem sich ein Luftballon befindet. Mit Hilfe anderer Clowns, schafft der Clown es auf unnatürliche Weise den Luftballon aufzublasen. Später wird mit diesem Luftballon ein Mensch wiederbeatmet. In Form einer Polonäse gehen die Clowns heiter von der Bühne ab.

Weiter geht es mit den Einradfahrern, gefolgt von den gefräßigen Raubtieren. Zwei Dresseure wagen sich auf die Manege mit zwölf Raubtieren. Kontrolliert durch Peitschenhiebe – Tüchern an Stäben – vollbringen die Kinder gekleidet in Einteilern Kunststücke. Sie bilden Pyramiden, springen durch Feuerringe und bekommen zur Belohnung jeweils ein Leckerli.

Weitere Einlagen zeigen Stabkünstler und Jongleure. Mitunter eine Jongleurin mit gebrochenen Arm, die mit einer Hand zwei Bälle jongliert. „Bitte applaudieren sie für die Kinder auf den Seilen,“ kündigt Maximilian Lauff die anschließende Attraktion an.

Insgesamt 13 Kinder laufen mit Blumen, Regenschirmen, Tüchern und Ringen auf den Seilen – teils mit Hilfestellung, teils ohne. „Die nächste Nummer bitte nicht mit Omas bestem Porzellan nachmachen, hier kommen die Tellerdreher“, so Theo Struve. Acht Kinder drehen Teller auf Stäben an, führen sie um ihren Rücken, lassen sie auf ihrem Finger drehen und halten sie hoch in die Luft. „Pyramiden gibt’s nicht nur in Ägypten, sondern auch hier in Ladenburg, einen Applaus für die Akrobatiker,“ kündigt Mareike Munack den letzten Teil ihrer Show an. Bis zu einer vierstöckigen Pyramide bilden die Künstler zusammen. Abschließend rennen alle Artisten in ihren Gruppen nach und nach auf die Manege und ernten ihren verdienten Beifall.

„Es hat sich gelohnt und zwar voll und ganz. Diese Woche hat gezeigt, was für eine klasse Schulgemeinschaft wir haben und ich bin froh und stolz darauf!“ bedankt sich Schulleiter Andreas Zuschlag bei den Mitwirkenden. Er macht darauf aufmerksam, dass das Projekt alle vier Jahre stattfindet und mit den Worten „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ beendet er die Vorstellung und lädt gleichzeitig zum nächsten Zirkus ein.