Ladenburg

Ladenburg Öffentliche Sitzung des Jugendgemeinderates / Neuwahl steht im November an

Jungpolitiker wünschen sich kürzere Amtsperiode

Archivartikel

Eine kürzere Amtsperiode und eine Vertretung aller weiterführenden Schulen wünscht sich der scheidende Ladenburger Jugendgemeinderat (JGR) nach der Neuwahl im November. Das wurde bei der jüngsten öffentlichen Sitzung deutlich. Der Vorsitzende Marius Steigerwald begrüßte dazu auch Angelika Kaindl, seit sechseinhalb Jahren Sozialarbeiterin im Bereich der „Kiste“, seit Juli offiziell für den JGR tätig. Nach den Wahlen im November wird ihr Kerstin Pott zur Seite stehen.

„Das Gremium JGR drohte auseinanderzufallen“, sagte Steigerwald. Darum hatte es den Bürgermeister gebeten, ihm kompetente Unterstützung zur Seite zu stellen. In seinem Bericht aus der Gemeinderatssitzung erinnerte der JGR-Vorsitzende unter anderem an den Tagesordnungspunkt Radschnellweg Heidelberg/Mannheim. Bei der Vorstellung der drei Varianten hatten die Räte für die Option über Ladenburg gesprochen. Der Schnellweg soll vielen Radlern als komfortable Verbindung zur Verfügung stehen.

Landwirte sehen aber auch Risiken einer Mischform der Wege. Beim Begegnen zweier landwirtschaftlicher Maschinen und gleichzeitigem Radverkehr könne es sehr eng werden. Außerdem könnten die Routen durch Verschmutzungen, welche die grob profilierten Maschinen auf die Fahrbahn aufbringen, für Radfahrer gefährlich werden. Doch die Jung-Räte sind optimistisch, dass eine für Ladenburg vernünftige Lösung gefunden werde. „Als Höhepunkt unserer Karriere als Jugendgemeinderat“ sieht Steigerwald eine Änderung der Satzung des JGRs anlässlich der im November anstehenden Wahl. Wie sich in der laufenden Wahlperiode zeige, sei die Änderung unumgänglich.

Zum Einen geht es um die Dauer der Amtsperiode. Nach gründlicher Debatte im Vorfeld hält der JGR zweieinhalb statt wie bisher drei Jahre für sinnvoll. Durch Veränderung von Lebenssituationen sei gegen Ende der aktuellen Amtsperiode die Motivation nicht mehr so richtig vorhanden. Auch solle jede weiterführende Schule einen festen Sitz im JGR haben. Fiele ein Schüler als Ratsmitglied weg, müsste der Platz von einem Schüler eben dieser Schule besetzt werden. Einstimmig erfolgte der beschluss zur Satzungsänderung. Bürgermeister Schmutz teilte dem JGR mit, dass der vom Rat geforderte Abendbus gegen Ende des Jahres komme. Auf die Frage von Stadtrat Wolfgang Luppe, wie es um die Zusammenarbeit mit dem türkisch-islamischen Kulturverein (DITIB) stehe, kam seitens der Jugendräte nur positive Resonanz. So war zu vernehmen, dass das Grillen auf der Neckarwiede – natürlich nicht bei der momentanen Trockenheit - erlaubt bleiben solle. Hier arbeiteten JGR und DITIB daran, dass die Wiese aufgeräumt verlassen werde.

Sozialarbeiterin Kaindl konnte dem JGR noch die erfreuliche Mitteilung machen, dass die gewünschte „Pumptrack“-Anlage (wir berichteten) in erreichbare Nähe rücke. Dies sei einer Spende des RSC Ladenburg in Höhe von 4000 Euro zu verdanken. fase