Ladenburg

Ladenburg Stiftung überreicht Lobdengau-Museum eine Spende in Höhe von 1163 Euro / Porzellanteller als Zugabe

Kaffee hilft beim Abdichten des Daches

Archivartikel

Seit 2014 bietet der Internationale Museumstag dem Heimatbund Ladenburg eine Plattform, über die unterstützte „Stiftung Lobdengau-Museum“ der gleichnamigen Einrichtung finanzielle Hilfe zukommen zu lassen. Ziel der Stiftung ist die Förderung der Kultur in Ladenburg. Hierzu zählen insbesondere die Bewahrung und Erforschung des historischen Erbes (s. Homepage www.lobdengau-stiftung.de). Hier hilft unter anderem der Verkauf von Kaffee und Kuchen, gestiftet von zahlreichen Unterstützern.

Viele Gäste des Cafés werden auf das Museum aufmerksam, besuchen es auch (hoffentlich) und machen dann Werbung. Der Kuchenverkauf der Museumstage 2017 und 2018 erbrachte den stolzen Ertrag von 1163 Euro. Jetzt überreichten Vorstand und Mitglieder des Heimatbundes an den Leiter des Museums, Andreas Hensen, einen Scheck in dieser Höhe. Spontan beschloss einer der Anwesenden Besucher – er möchte anonym bleiben – die Summe auf den glatten Betrag von 1500 Euro aufzurunden. Strahlende Gesichter also bei Hensen und den Mitgliedern des Heimatbundes.

Hensen dankte sowohl dem spontanen Spender als auch der Stiftung, von der das Museum sehr profitiere. Durch deren Unterstützung könnten Projekte angegangen werden, wie beispielsweise der „Römische Garten“ auf dem Flachdach des Museums. Dazu muss nach vielen Jahren das Dach abgedichtet werden, um weiteres Eindringen von Wasser ins Untergeschoss des Museums zu stoppen. Danach könne mit der Begrünung begonnen werden.

Schatzmeister Werner Molitor und der stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums, Andreas Huben, haben hierzu auch schon Pläne zur Gestaltung und Realisierung. Nach Abschluss der Arbeiten könne der Garten dann beispielsweise zu feierlichen Anlässen genutzt werden, wie Sektempfängen bei Trauungen, die ja inzwischen auch gerne im Museum stattfinden. Auch dadurch versprechen sich Heimatbund und das Museum einen größeren Bekanntheitsgrad der Einrichtung. Außerdem ist die Einrichtung eines „Adelszimmers“ angedacht, das bewusst auf das ausgerichtet sei, was sich das gehobene Bürgertum in Ladenburg früher leisten konnte. Ebenso ist ein Porzellan-Kabinett geplant.

Wert von 1800 Euro

Hierzu gab es von Mike Metz, von der Antiquitäten Metz GmbH in Heidelberg, die dem Museum sehr verbunden ist, einen Teller. Diesen überreichte Liane Thieme in der Rolle der Stifterin. Der Teller, Frankenthal, 1762 - 1770, hat ein Ozier-Relief, (gemuldet mit Korbflechtbordüre) entspricht dem Geschmack der Zeiten Karl Theodors. Damals waren chinesische Blumen, angepasst an den europäischen Geschmack, sehr gefragt. Der Teller hat einen Durchmesser von 24 Zentimeter und einen Wert von 1800 Euro. dithu