Ladenburg

Ladenburg Erweiterte Außenbewirtung und Sporthalle am Mittwoch Thema im Rat / Gastronom Rainer Döringer hofft auf Zustimmung

Keine längere Schankzeit für Gastronomie

Archivartikel

Auch wenn die Gastronomie „besonders stark von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen“ sei: Längere Öffnungszeiten am Wochenende lehnt die Ladenburger Stadtverwaltung ab. „Mit Blick auf Interessen der Anwohnerschaft und Regelungen in benachbarten Städten und Gemeinden ist von der aktuellen Sperrzeitenverordnung nicht abzuweichen.“ So heißt es in der Informationsvorlage zur Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch, 24. Juni, die ab 18 Uhr Corona-bedingt zum dritten Mal mit Maskenpflicht und Voranmeldung in der Lobdengauhalle stattfindet.

Dort hatte bereits am 27. Mai Rainer Döringer („Backmulde“) stellvertretend für ein Dutzend Wirte öffentlich den Wunsch vorgetragen, angesichts hoher Umsatzeinbußen während der Pandemiekrise freitags und samstags je eine Stunde länger öffnen zu dürfen, nämlich bis 24 Uhr. „Ein Versuch war es wert, aber ich habe Verständnis für die Anwohner und bin da jetzt nicht böse oder enttäuscht, zumal die Stadt ja ein bisschen was für uns macht“, nimmt Döringer am Montag auf Anfrage Stellung zur Entscheidung im Rathaus. Zugleich betont Döringer, kein offizieller Sprecher der Wirte zu sein. Wie diese Redaktion berichtete, hatte die Stadt während des Lockdowns unter anderem Mietzahlungen sowie Jahresgebühren für die Außenbestuhlung ausgesetzt. Daneben wurden Liefer- oder Abhol-Angebote beworben und „Soli-Gutscheine“ bezuschusst. Nun hofft Döringer im Namen der Kollegen, dass der Gemeinderat weiteren Beschlussvorschlägen zum Thema folgt. Zur örtlichen Unterstützung der gebeutelten Branche lässt Bürgermeister Stefan Schmutz am Mittwochabend darüber abstimmen, die Außenbewirtung vom 1. Juli bis 30. September dieses Jahres zu erweitern, „wenn die Bedarfe angemeldet werden“. Außerdem sei es möglich, den Autoverkehr in der Hauptstraße stärker zu drosseln. Diese Maßnahme gebe den Gastronomen mehr Möglichkeiten, weitere Tische im Freien zu platzieren, heißt es in der Vorlage. Dazu müsste die Zufahrt am Neckartorplatz einen Tag früher, also bereits am Freitagabend um 19.30 Uhr, geschlossen werden.

Wettbewerb zu Sporthalle

Außerdem auf der Tagesordnung: Das Darmstädter Büro Grüninger stellt die Konzeption zur Durchführung eines Architekturwettbewerbs für die neue Sporthalle im Römerstadion vor. Damit hatte der Gemeinderat im März die externen Fachleute für die Auftragssumme von rund 33 000 Euro betraut. Ein solides Leistungsverzeichnis sei eine gute Investition und schaffe Planungssicherheit, hatte Bürgermeister Schmutz die Kosten damals gegründet. Im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren mit bis zu 25 Teilnehmern, aus denen ein Preisgericht den Gewinner ermittelt, betreut das Büro Grüninger auch die europaweite Ausschreibung des Hallenneubaus, der für den Schulsport als unerlässlich gilt.

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