Ladenburg

Ladenburg Dalberg-Grundschule und Stadt setzen Anregung des Elternbeirats um / Carmen Sostmann „phänomenal“ als Übungsleiterin

Kinder fit für Freibad dank Schwimm-Projekt

Mit ihrem Schwimm-Projekt setzt die Dalberg-Grundschule Ladenburg eine Idee von Tanja Hahn um. Die Vorsitzende des Elternbeirats hatte diese Übungseinheiten für alle dritten Klassen im Freibad angeregt. Jeweils eine Woche lang gab Schwimmmeisterin Carmen Sostmann Nachhilfestunden. Es geht ihr darum, die Kinder „wassersicher“ zu machen.

„Wir haben keinen Schwimmunterricht an der Schule, und sie ist phänomenal als Schwimmpädagogin“, weiß Schulleiterin Kirsten Lather seit ihr jüngster Sohn im Neckarhäuser Hallenbad einen Kurs bei der Neuhermsheimerin genossen hatte.

So engagierte Lather die Frau für das Projekt, das dem Gemeinderat insgesamt 3000 Euro wert ist. „Ich begrüße diese Elterninitiative, da Kinder so früh wie möglich Schwimmen lernen sollten, dies aber immer weniger und schlechter können“, sagte Bürgermeister Stefan Schmutz. Währenddessen griffen Mädchen und Jungen der 3c, die in dieser Woche als letzte dran ist und von Lehrerin Annette Sauer begleitet wird, zu den Schwimmnudeln.

Auszeichnungen in Gold

Dann hieß es ab ins Schwimmerbecken. „Meine Tochter war total begeistert, und es hat ihr wahnsinnig Spaß gemacht, das silberne Schwimmabzeichen zu absolvieren“, berichtet Elternvertreterin Hahn. Zwei Kinder schafften sogar die Auszeichnung in Gold, und „ganz viele“ weitere erreichten immerhin Bronze-Level.

„Wenn die Kinder dann in der vierten Klasse an der Schule den Fahrradführerschein machen, sind sie mobil und fit genug für selbstständige Freibadbesuche“, weist Schülerin-Mutter Hahn auf einen nachhaltigen Aspekt hin. Freilich wäre es wichtig, das Gelernte fleißig zu vertiefen. „Zehn Kinder konnten vorher nicht oder nur wenig schwimmen – das ist jedoch nicht viel“, sagte Übungsleiterin Sostmann, der die Neckarhäuser Schwimmerin Simone Dehnel (Freibad-Förderverein Ladenburg) assistierte. Diese Gruppe hatte Fachfrau Sostmann in einer Schwimm-AG in Neckarhausen mindestens auf ein Niveau gebracht, das die Teilnahme am Projekt sicher ermöglichte. Es habe sich um Kinder aus Familien mit relativ wenig Einkommen gehandelt, darunter auch Geflüchtete.

„Wir haben ein wunderschönes Freibad, und das sollte so vielen Zielgruppen wie möglich zustehen“, fand Schmutz und lobte die städtischen Schwimmmeister sowie das Kassenpersonal dafür, dass sie die früheren Öffnungszeiten zugunsten der Schüler akzeptierten. Andere Schulen sollen ebenfalls davon profitieren, kündigte Schmutz an. An der örtlichen Astrid-Lindgren-Schule gebe es bereits ein ähnliches Projekt, sagte Rektorin Lather. Sie freute sich über die Unterstützung durch die Stadt, die auch den Transfer jener zehn Kinder zur vorbereitenden Schwimm-AG nach Neckarhausen übernommen habe.