Ladenburg

Ladenburg SPD-Ortsverein nominiert Kandidaten für Gemeinderatswahl / Stadträtin Ilse Schummer tritt nicht mehr an

Kleinböck hält siebten Sitz für „nicht ausgeschlossen“

Die Ladenburger Sozialdemokraten gehen ohne ihre erfahrene Stadträtin Ilse Schummer in die Gemeinderatswahl. „Du warst eine wichtige Stimmenbringerin, und wir müssen uns anstrengen, das auszugleichen“, sagte der Landtagsabgeordnete und Ortsvorsitzende Gerhard Kleinböck, als er der 75-Jährigen bei der Kandidatenkür im „Römerstadion“-Lokal für „jahrelange Arbeit“ dankte. Sie habe jedoch früh angekündigt, dass sie sich auf ihr Engagement für Uganda konzentriere.

Nun gehe es vor allem darum, die bisher sechs Plätze im 22-köpfigen Gemeinderat zu halten. Kleinböck zeigte sich zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen. Habe man doch Bilanz und Ziele vorzuweisen, die sich sehen lassen könnten. Fortsetzen wolle man die Umfrageaktion „Roter Schuh“, um zu erfahren, was die Menschen umtreibe. Themen wie Photovoltaik auf Altstadtdächern, Zukunft der Schulen, Ausbau der Infrastruktur und Ganztagsbetreuung stünden an. Das Ringen um bezahlbaren Wohnraum werde Dauerthema sein, während die SPD im Land beim Thema „gebührenfreie Kita“ noch ausgebremst werde.

„Wir haben eine attraktive Liste mit viel Kompetenz, deshalb ist auch ein siebter Sitz nicht ausgeschlossen“, sagte Kleinböck, der nach berufsbedingter Ratspause nun im Ruhestand wieder kandidiert. Man dürfe gespannt sein, wie sich der Bundestrend der Partei im Kommunalen auswirke. Kleinböck geht davon aus, „dass wir davon abgekoppelt sind und die Persönlichkeitswahl vor Ort anderen Regeln folgt“.

Alphabetische Liste

So entschied sich der Ortsverein bei zwei Gegenstimmen mehrheitlich für eine alphabetische Liste. Auf ihr finden sich die fünf weiteren SPD-Ratsmitglieder Petra Erl („Für- und Miteinander stärken“), Herbert Felbek („Mehr Grün im Straßenraum“), Bernd Garbaczok („Drachenboothalle sollte Neubau im Stadion nicht zum Opfer fallen“), Angelika Gelle („Ladenburg mit bezahlbarem Wohnraum liebens- und lebenswert erhalten“) und Steffen Salinger („Es geht mir um nachhaltige Stadtentwicklung“). Erl und Gelle sind zwei von insgesamt sieben Frauen auf dieser Liste, die ein Durchschnittsalter von 51,5 Jahren aufweist.

Der mit 31 Jahren jüngste SPD-Kandidat ist Matthias Scholz. Er sieht ebenso wie Karen Schrepp (34) und Max Baumeister (33) aus der jüngeren Garde, aber auch wie LSV-Schatzmeisterin Barbara Scholz und Kreisbaumeister Holger Überrein von den älteren Mitgliedern „bezahlbaren Wohnraum“ als wichtiges Thema an. Dies war das meistgenannte Anliegen. „Jugendarbeit und Stadtbildpflege“ nannte Uta Blänsdorf-Zahner. Die „Altstadt zwischen Tradition und Tourismus“ liegt Myriam Farhand am Herzen. „Ein gedeihliches Ladenburg für Jung und Alt“ schwebt Tierschützerin Uta Gember vor. Weitere Motive zur Kandidatur: „Altersgerechtes Wohnen“ (Jürgen Scheuermann), „kompetente Ratsarbeit verstärkt fortführen“ (Matthias Schulz) sowie „Altstadt-Belange stärken und Unrat bekämpfen“ (Matthias Wolbert).