Ladenburg

Ladenburg Besitzer des Hotels in der Altstadt wollen zwar altersbedingt kürzertreten, denken jedoch – allen Gerüchten zum Trotz – noch nicht ans Aufhören

„Krone“ – Verkauf zurzeit kein Thema

Archivartikel

Zu den ältesten Gasthäusern in der der Ladenburger Altstadt zählt das Hotel „Zur Goldenen Krone“. 2007 haben es Gaby und Claus A. Hardung erworben und gründlich renoviert. Inzwischen machen Gerüchte die Runde, wonach das markante Gebäude an der Kreuzung von Brauergasse, Haupt- und Kirchenstraße verkauft werden soll.

„Das kennen wir schon“, nimmt Gaby Hardung am Montag im Gespräch mit dem „MM“ zu diesen Gerüchten Stellung: „Und es ist diesmal vielleicht im Zusammenhang damit zu sehen, dass wir altersbedingt kürzertreten und nicht mehr 365 Tage geöffnet haben.“

Dass die Gerüchte nicht ganz aus der Luft gegriffen sind, bestätigt sie: „Wir wollen tatsächlich verkaufen, aber noch nicht jetzt.“ Claus Hardung fügt hinzu, das sei frühestens in drei Jahren soweit, wenn auch seine Frau ins Rentenalter kommt, in dem er selbst sich bereits befindet.

Eine solche Übergabe gelte es jedoch rechtzeitig zu planen. „Wir hatten schon den einen oder anderen Interessenten, aber ob sich das auch in drei oder vier Jahren so ergibt oder ob jemand komplett anderes in die Bresche springt, das muss man abwarten“, sagt der Hotelier. Das hänge auch damit zusammen, dass momentan Corona-bedingt keiner wisse, wie es überhaupt weitergehe im Hotelgewerbe. Es sei aber ein „großer Wunsch“, dass das Haus ein Hotel bleibe. Die Kinder hätten indes längst andere Pläne gefasst und seien gut versorgt.

„Wir haben entgegen aller Prognosen nur ein halbes Jahr gebaut“, erinnert sich Hardung an die Renovierungsphase vor 13 Jahren. „Wir hatten damals ein kaputtes Dach, keinen Strom, kein Wasser, keine Heizung: Deshalb ist das unser Baby, da hängt unser Herz dran, und so lange wir es nicht müssen, verkaufen wir das Haus nicht“, bekräftigt Gaby Hardung. Schließlich habe man 2007 eine Geldsumme im „unteren Millionenbereich“ in das Objekt investiert, um es mit viel eigener Hände Arbeit noch im selben Jahr zu eröffnen. Es sei ihnen klar, diesen Preis derzeit kaum erzielen zu können. Aber: „Wir haben unsere Vorstellungen, was wir brauchen und gerne hätten, aber wir haben keine Not zu verkaufen“, sagt Hardung: „Wissen Sie, wir leben das hier.“

Viele Stammgäste kämen wegen der Atmosphäre im Haus. Dass es oft wie geschlossen wirke, so Claus Hardung, liege daran: „Wir haben nur Frühstück, denn das Restaurant gibt es nicht mehr und kommt auch nicht mehr.“ Erstens passten spätabendliche Arbeitszeiten nicht mehr zum Lebensplan, denn man gönne sich mehr Lebensqualität. Zweitens sei es personalmäßig immer schwierig gewesen, und drittens funktioniere es nach ihren Vorstellungen nicht, das Restaurant zu vermieten.

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