Ladenburg

Ladenburg Caritas-Kitas kämpfen mit Personalnot

„Lage hat sich etwas stabilisiert“

Archivartikel

Erzieherinnen und Erzieher sind landauf, landab dringend gesuchte Fachkräfte. Die Problemlage ist komplex. Auch in Ladenburg macht sich der Mangel bemerkbar: Konkret war der St.-Joseph-Kindergarten betroffen, wie jetzt bekannt wurde. „Wir mussten im Juli an vier Tagen eine von zwei Gruppen schließen“, sagt Caritas-Verwaltungsleiterin Monika Wolf auf Anfrage dieser Zeitung. Aus demselben Grund, nämlich „Personalausfall durch Krankheiten“, habe derselbe Einrichtungsträger im St.-Johannes-Kindergarten an einem Tag eine von drei Gruppen geschlossen.

„Die Lage hat sich inzwischen etwas stabilisiert, und der Kindergartenalltag konnte wieder aufgenommen werden“, teilte Wolf am Donnerstag mit, stellte aber fest: „Kurzfristig Personal zu bekommen, zeigte sich sehr schwierig.“ Man sei deshalb ehemaligem Fachpersonal, Elternhilfe und Zusatzkräften für ihre Unterstützung dankbar. Zur vorübergehenden Notschließung von Gruppen aufgrund eines erhöhten Krankenstandes erklärte Bürgermeister Stefan Schmutz, dass die Stadtverwaltung in engem Kontakt mit betroffenen Eltern und dem Träger der Einrichtungen stehe.

Stadt nimmt Ruf der Eltern ernst

„Wir sind sehr an einer Entspannung der Situation interessiert und haben unsere Unterstützung signalisiert“, antwortete Schmutz auf „MM“-Anfrage. Konkret stelle die Stadt „dem Träger gerne Erfahrungswerte bei der Personalgewinnung zur Verfügung“. Generell nehme die Stadt den Ruf der Eltern nach mehr Ganztagsplätzen im Kindergarten ernst und werde im kommenden Jahr stadtweit 30 zusätzliche Kita-Plätze schaffen, nämlich 20 in der städtischen Einrichtung „Römernest“ und zehn Plätze im Kindergarten St. Joseph. „Ferner werden wir den Aspekt der Ganztagsbetreuung in der weiteren Bedarfsplanung einen besonderen Stellenwert einräumen“, versichert Schmutz. pj