Ladenburg

Ladenburg Große Freude über Multispielgerät „Piratenschiff“ im Anne-Frank-Kindergarten

„Leinen los“ beim Laternenfest

Archivartikel

„Beim Klabautermann“, würden Piraten von früher wohl sagen: Es ist vom Bug bis zum Heck mehrere Meter lang, hat ein Steuerrad sowie einen Mast, bietet viele Klettermöglichkeiten und verfügt über eine Rutsche, die von Bord führt: Das ist das „Piratenschiff“ im Hof des Ladenburger Anne-Frank-Kindergartens. Bereits seit Juli ist das handgebaute Multispielgerät des genossenschaftlichen Unternehmens „Werkstatt-Spielart“ (Heidelberg) sicherheitsgeprüft. Es soll schon manchem Spielansturm standgehalten haben.

Doch erst beim Laternenfest am Mittwochabend hieß es nun auch offiziell zusammen mit Sponsoren und privaten Spendern: „Leinen los!“ Erzieherinnen tauften das Schiff romantisch mit Sternspritzern. Einrichtungsleiterin Angelika Gelle strahlte übers ganze Gesicht, als sie feststellte: „Ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen.“ Auf ihre Frage an die Kinder, ob sie ihr Schiff auch mögen, ertönte die vielstimmige Antwort „Jaaaa!“ ganz laut.

2600 Euro fehlen noch

Das „Piratenschiff“ hat 37 000 Euro gekostet. Daneben konnte der Sandkasten für 9000 Euro erneuert werden. Denn Gelle und der überaus rührige Kindergartenförderverein hatten bei Sponsoren aus der Geschäftswelt in Ladenburg und Umgebung sowie bei vielen privaten Spendern die Werbetrommel gerührt. Auch dank Benefizaktionen kamen insgesamt mehr als 43000 Euro an Spenden zusammen, so dass nur noch rund 2600 Euro fehlen.

Alle Unterstützer waren eingeladen und hörten das Dankeschön-Lied der Kinder. Zur Melodie von „Wer will fleißige Handwerker sehen“ würdigte der Chor im umgeschriebenen Liedtext neue Spielmöglichkeiten, großzügige Sponsoren und fleißige Helfer. „Was brauchen Kinder heutzutage, wo es oft an Herausforderungen beim Spielen fehlt?“

Das war die Leitfrage bei der Konzeption des „Piratenschiffs“. Prompt belief sich das erste Angebot auf 100 000 Euro. „Uns war klar, dass wir das nicht schaffen, und haben abgespeckt“, berichtete Gelle. Wie sie außerdem mitteilte, habe die Stadt Fallschutz und Sicherheitsabnahme bezahlt. Außerdem habe man das Schiff in die Obhut einer städtischen Stiftung übergeben dürfen, so dass diese nun für Reparaturen zuständig sei.

Folgende Großspender haben mit jeweils zwischen 500 und mehreren tausend Euro dazu beigetragen: Förderverein Anne-Frank-Kiga, ICL BK Giulini, Daimler ProCent Förderfonds, Molitor-Stiftung, Rock at Church, Helm Software, Kalenderaktion Apotheke Mächerlein und Uwe Wagenfeld, Volksbank Kurpfalz, Spendensammlung des Elternbeirats beim Drachenbootrennen, Hochzeitskollekten der Kirchengemeinde. Ebenso las Gelle in ihrer Rede knapp 30 weitere Namen von Gewerbetreibenden und Handwerkern sowie privaten Spendern aus Ladenburg, Neckarhausen, Viernheim und Heidelberg vor.

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