Ladenburg

„Lobdengauhalle erweitern“

Zum Artikel: Salinger: „Alle Interessen wahren“ vom 29. Oktober

Bürgermeister Schmutz (SPD) will sich in dieser Frage scheinbar nur als Macher inszenieren. Deshalb greift er den Parteien am Ratstisch vor, die sich gerade im kommunalen Vor-wahlkampf befinden und ruft den Bau einer großen Dreifeldhalle am Römerstadion aus, als wäre das Objekt schon eine beschlossene Sache.

Klüger wäre es meiner Meinung nach gewesen, die Parteien am Ratstisch ihren eigenen Standpunkt in ihren Wahlprogrammen finden zu lassen, um im Wahlkampf dann herauszufinden, welcher Standort sich wirklich bei den Bürgern durchsetzt. Dann hätte man nach der Kommunalwahl im Mai 2019 an die Verwirklichung des Projekts gehen können. Am Römerstadion ist meiner Meinung nach für eine große Dreifeldhalle kein Platz mehr vorhanden. Denn Bürgermeister Ziegler (SPD), der Vorgänger von Amtsinhaber Schmutz (SPD), hat durch die Befriedigung von nachrangigen Partikularinteressen den Platz für eine neue Halle schon an andere Interessenten vergeben. So entstand im Umfeld eine Drachenboothalle, ein Wohnmobilplatz inklusive Ausweichplatz, eine Skaterbahn und ein großes Reiterstadion sowie Teile des Grünprojekts (die Seenlandschaft) und ein großes Tenniszentrum mit entsprechenden Außenanlagen.

Grund und Boden ist nicht vermehrbar. Eine Sporthalle braucht auch Außenanlagen wie Parkplätze, Brandschutzwege und eine große leistungsfähige Verkehrsanbindung. Deshalb plädiere ich für eine Ertüchtigung und Erweiterung der Lobdengauhalle. Entsprechende Pläne liegen seit ca. zwei bis drei Jahren in der Schublade. Sie müssen nur noch zur Antragsreife gebracht werden, damit eine Baugenehmigung beantragt werden kann. Damit hätte die Stadt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens; Sie hätte den Schulsport deutlich verbessert, denn die Schüler müssten nur über den Schulhof gehen und wären ohne überlange Fußwege in ihrer Sportstätte. Zweitens, wäre das Kostenrisiko kalkulierbar und überschaubarer als bei einem Neubau. Der sanierte Erweiterungsbau wäre zudem auch für die Vereine nutzbar.

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