Ladenburg

Ladenburg Bürgermeister zieht Bilanz der vergangenen Wochen

„Lokales Szenario“

Archivartikel

„Vor der Öffnung der Spielplätze hatten wir die Einschätzung, dass wir uns ein Stück Normalität verdient hätten“, sagt Bürgermeister Stefan Schmutz. Zu Beginn der Gemeinderatssitzung lässt er die vergangenen Wochen, die in Ladenburg wie auch anderswo im Zeichen der Corona-Beschränkungen standen, Revue passieren und bilanziert: „Seit Mitte März beschäftigt uns die Krise rund um die Uhr.“

Viel sei geleistet worden, die Stadt halte zusammen. Doch angesichts der neuen Infektionsfälle im Johanniterheim am Waldpark zeige sich, „dass wir uns nicht in Sicherheit wiegen dürfen, dass uns die Krise noch sehr lange beschäftigen wird.“ Er nennt die aktuellen Infektionszahlen, die indes einen Tag später bereits wieder überholt sind.

Römerstadion ab Montag offen

Immerhin: Schutzausrüstung sei im Heim in ausreichendem Maß vorhanden, und ein Mangel sei nicht zu befürchten. Er wolle den Bewohnern Mut machen: „Sie sind nicht allein, wir sind in Gedanken bei ihnen und machen uns Gedanken über Hilfsangebote.“ Er habe mit dem Gesundheitsamt gesprochen, das plane, alle vergleichbaren Einrichtungen seines Zuständigkeitsbereichs durchtesten zu wollen. Die Fälle im Johanniterheim seien als „ein lokales Szenario“ bezeichnet worden.

Weshalb die Stadt nun weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen umsetzen und für die Neckarwiese das „Aufenthalts- und Niederlassungsrecht“, wie es im Behördendeutsch heißt, aufheben wolle. Sollten die Zahlen aber wieder steigen, „werden wir wieder über Einschränkungen nachdenken.“ Eingeschränkt ist das Freiluftvergnügen ohnehin: Grillen dürfen die Besucher nämlich nicht.

Auch andere Vergnügungen unterliegen vorerst noch Beschränkungen: Zwar dürfen die Sportvereine ab Montag, 18. Mai, wieder das Römerstadion nutzen, doch bleiben die Hallen gesperrt. Trainingseinheiten unterliegen ebenfalls Beschränkungen.

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