Ladenburg

Ladenburg Treffen der Corvette-Freunde Kurpfalz zum fünften Mal am Freibad / Trotz Kälte rund 180 Fahrzeuge

Mannheimer präsentiert Hingucker mit US-Motiven

Archivartikel

„Zum Glück ist es nicht mehr so kalt“, freut sich Ralf Hug darüber, dass bei immer noch ungewöhnlich kühler Mai-Luft wenigstens die Sonne scheint. „Hauptsache, es bleibt trocken“, sagt Michael Eisen. Beide Ladenburger haben den Corvette-Sunday zum fünften Mal in ihrer Heimatstadt mitorganisiert.

„Bei Regen wird´s ungemütlich, weil das Auto nicht mehr dicht ist“, erklärt Peter aus Weinheim, der mit einem 1959er C1-Modell der ersten Baureihe zum insgesamt 16. Treffen der kultigen US-Autos auf dem Parkplatz am Freibad gekommen ist. Oldtimerfahrer mögen Wetterunbilden nicht: Am Vortag riefen Corvette-Freunde aus der Rhön an, wo es geschneit hatte.

„Die fragten nach Winterreifen“, erzählt Hug grinsend. So sei er doppelt froh, diesmal auf den Samstagnachmittag in der Altstadt verzichtet zu haben, wenn auch aus organisatorischen Gründen. Am Sonntagnachmittag stellt Corvette-Kenner Christoph Wohlfart (Lampertheim) wie gewohnt eine Auswahl der rund 180 Autos vor. „Eine Zahl im guten Mittelfeld“, so Hug zufrieden. Im heißen Mai 2018 hatte man rund 300 US-Cars gezählt.

„Die schnittige Form gefällt mir, man hat immer ein bisschen was zu schrauben und es macht Spaß zu fahren, wenn´s Wetter schön ist“, erklärt jener Weinheimer Besitzer der 60 Jahre alten Corvette in „frost-blue“.

Doch der Stammgast des Stelldicheins wird diesmal von einem Corvette-Kapitän aus Bitburg übertroffen: „Dieses makellose Exemplar von 1956 ist einer von nur 402 Wagen in der Farbe Aztec Copper“, schwärmt Hug. Damals seien insgesamt erst 3467 Corvetten gebaut worden. „Unsere Jungs sind begeistert“, sagt die Mutter einer Familie aus Edingen beim Besuch.

Motor mit 305 Pferdestärken

Vor 31 Jahren hat sich Wolfgang Assion ein damals nagelneues C4-Modell aus den USA zugelegt. Ein Hingucker: Die Sonderlackierung in den Farben der US-Flagge „Stars and Stripes“ mit Freiheitsstatue auf der Motorhaube und dem US-Wappenvogel Weißkopfseeadler auf der Rückseite der Abdeckung der 5,7-Litermaschine, die 305 Pferdestärken entfacht.

Der Corvette-Cowboy aus der Mannheimer Neckarstadt zeigt sich mit Lederhose und Stiefeln. Er gilt als „ein Urgestein der Szene“, so Eisen. „Ich liebe amerikanische Autos, war aber selbst noch nie in den Staaten“, sagt Assion und zündet sich genüsslich eine Zigarette an. pj