Ladenburg

Ladenburg Fans und Helfer freuen sich auf „super Runde“ der ASV-Ringer / Neuen Sponsor vorgestellt

Mannschaft will am Ende unter den Top Drei landen

Archivartikel

„Das wird eine super Runde“, freut sich Fritz Müller auf den Start der Ringersaison. Anfang September geht es erst los. Doch die Spannung ist bereits jetzt riesengroß beim Athletik-Sport-Verein (ASV) Ladenburg. Das Meisterteam der Oberliga 2018 sieht sich als Neuling in der Regionalliga dafür gewappnet, auf Anhieb einen Platz unter den ersten Drei zu erkämpfen. Dieses Ziel hält auch der erfahrene Vereinshelfer Müller als eines der Urgesteine des Ringkampfsports in der Römerstadt für durchaus realistisch.

Brüder kehren zurück

„Das ist eine junge und starke Mannschaft, die bis auf wenige Ausnahmen bei uns das Ringen gelernt hat“, zeigt sich Müller stolz auf diese Truppe. Ihr Trainer ist der Ladenburger Patrick Sauer, der im Schwergewicht zugleich als einer Punktegaranten gilt. Ebenso wie der 32-jährige Routinier Sascha Helmling: Der zwischenzeitliche Bundesligist beim diesjährigen Derbygegner SRC Viernheim in der Regionalliga holte ebenfalls bereits als Jugendlicher Titel für den ASV seiner Heimatstadt Ladenburg. Mit der Rückkehr des ebenso auf Sieg abonnierten Bruderpaars Dzhambulat „Dschambo“ und Shamil Ustaev vom anderen künftigen Regionalrivalen KSV Schriesheim hat ASV-Abteilungsleiter Herbert Maier im Frühjahr einen Coup gelandet (wir berichteten im Sportteil).

Bei den bevorstehenden Heimkämpfen gegen Viernheim (2. November) und Schriesheim (8. Dezember, mit traditionellem Rindfleischessen) dürfte also gehörig Dampf im Kessel sein. „Wir erwarten mindestens 600 Zuschauer und haben uns jeweils die Lobdengauhalle reservieren lassen“, sagt Maier. Ansonsten finden die Heimkämpfe in der momentan zweithöchsten Ringerklasse aber in der städtischen Turnhalle statt. „Die Stimmung ist immer gut, außerdem bin ich mit einigen Ringern befreundet“, erklärt der Ladenburger Dachdeckermeister Simon Oesterle sein erstmaliges Engagement als Teamsponsor.

„Kämpfe werden spannender“

„Die Ringer sind für mich Sympathieträger in der Stadt: Da helfe ich auch gerne mal als Fantrommler aus“, sagt der selbstständige Handwerker. Was er besonderes schätzt: Die Ladenburger integrierten auch ganz junge „Eigengewächse“ wie den erst 16-jährigen Asis Isaev ins Team. Freilich nicht ganz selbstlos: Der von der Konkurrenz umworbene zweifache Deutsche Jugendvizemeister soll im Verein gehalten werden. Freilich, und das ist der Preis, darf man von dem Jungen nicht so viel erwarten wie von den hocherfahrenen Ringern, zu denen auch die starken Athleten Hossein Alizadeh und Andreas Tserachidis zählen.

„Die Kämpfe werden spannender, die Ergebnisse enger als in der Oberliga: Somit ist ein Kampfabend in der Regionalliga noch interessanter fürs Publikum“, sagt Ligamanager Maier. Die größte Herausforderung sei das sportliche Niveau, das der früheren zweiten Bundesliga entspreche.

An ihrer Stelle gebe es in Baden-Württemberg unterhalb der Ersten Bundesliga die Regionalliga mit Vereinen aus den Landesverbänden Nord- und Südbaden sowie Württemberg. „Wir sind von den leichten bis zu den schweren Gewichtsklassen teils zwei- und dreifach mit guten Leuten besetzt und können Ausfälle kompensieren“, begründet Maier das ausgegebene Ziel, am Ende unter den Top-Drei zu landen.

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