Ladenburg

Ladenburg Der 44. Weihnachtsmarkt leidet unter Regen / Aussteller dennoch nicht unzufrieden / Evangelischer Kirchenchor begeistert

Marktmanager vergibt Note 3

Dieses Jahr erlebten die Besucher des Weihnachtsmarkts in Ladenburg eine Premiere: Der evangelische Kirchenchor sang zur Eröffnung des „Lebendigen Adventskalenders“ erstmals auf dem Platz rund um den Marienbrunnen. Viele Zuhörer sangen begeistert mit. „Einen besseren Auftakt hätte es nicht geben können“, freute sich mit Gertrud Junghans eine Mitorganisatorin der ökumenischen Initiative neben Isabelle Benrath und Petra Erl. Seit Sonntag öffnet sich bis Heiligabend jeden Tag an einer anderen Stelle in der Stadt ein geschmücktes Fenster.

„Die Zusammenstellung der Lieder war besonders gelungen“, lobte Junghans das Programm aus „schwungvollen, modernen Liedern und Traditionellem zum Mitsingen“, das Chorleiter Christian Kurtzahn zusammengestellt hatte. „Was die Weihnachtsbotschaft uns zu sagen hat“, schilderte Erl eingangs als Theologin. „Dieser schöne Auftritt hat mich und meinen Mann auf die Adventszeit eingestimmt“, strahlte Sabine Weil. Weitgehend zufrieden zeigte sich auch der städtische Marktmanager Tim Siegel: „Es ist noch ein bisschen zu warm für die richtige Weihnachtsmarktstimmung und wegen des Regens würde ich die Schulnote drei vergeben.“ Gespräche mit allen Ausstellern hätten ergeben, dass es zwar noch besser laufen könnte, man jedoch nicht unzufrieden sei.

Treffpunkt für Jung und Alt

„Trotz des Wetters ist der Weihnachtsmarkt gut gestartet“, sagte Händlerin Jutta Dankworth. An ihrem Stand waren Strickwaren und Deko-Artikel stark gefragt. „Es geht immer was, da kann man sich nicht beschweren“, erklärte Ortrud Boguslawski, die ihre Tochter Antje Geiter im „Ladeberger Essig-Häusel“ für eine Weile abgelöst hatte. „Mindestens einmal auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, ist für mich Pflicht, weil man da liebe Menschen treffen kann, die man sonst vielleicht das ganze Jahr über nicht sieht“, sagte Besucherin Anette Wieling. Dies konnte der 18-jährige Finn Tillinger, der in der Römerstadt aufgewachsen ist nur bestätigen: „Den Weihnachtsmarkt in Ladenburg kann man sich nicht entgehen lassen.“ Für Bürgermeister Stefan Schmutz ist „unser Weihnachtsmarkt ein besonders stimmungsvoller“. Das habe mit der Stadtkulisse zu tun. „Diese besondere Atmosphäre gibt es nur in Ladenburg“, sagte Schmutz bei der Eröffnung (wir berichteten bereits).

Schmutz würdigte die Arbeit der städtischen Programmmacher Beate Glowinski und Maximilian Bauer ebenso wie die des Marktteams vom Bauhof. Großer Dank, so Schmutz, gebühre allen musikalischen Mitwirkenden. Dazu zählten am vergangenen Wochenende auch die Akkordeonfreunde Ladenburg, die Bläserklasse 6b der Merian-Realschule und die Ladenburger Alphornbläser.