Ladenburg

Ladenburg Gemeinderat erweitert Einzugsbereich der Astrid-Lindgren-Schule

Martinshöfe werden Weststadt zugeteilt

Archivartikel

Der Einzugsbereich der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Ladenburg umfasst künftig auch das Neubaugebiet Martinshöfe gegenüber dem Einkaufszentrum an der Wallstadter Straße. Das entschied der Gemeinderat bei nur einer Gegenstimme mehrheitlich. Ziel der räumlichen Erweiterung des Schulbezirks ist es laut Beschlussvorlage der Verwaltung, angesichts der wachsenden Stadt Kapazitäten für eine stabil zweizügige Grundschule zu schaffen. Die ALS wird ab Sommer umgebaut.

Hintergrund: Nur mit künftig jeweils zwei Klassenstufen a und b stehen Fördermittel in Höhe von 280 000 Euro für den ALS-Erweiterungsbau im Stadtteil West in Aussicht. Doch das zuständige Regierungspräsidium schätzt die vorhergesagten Schülerzahlen bislang niedriger ein als die Stadtverwaltung.

„Wir stehen aber in konstruktiven Gesprächen“, sagte Schmutz. Allein Stadträtin Petra Erl (SPD) stimmte gegen den Plan: „Ich gehe nicht davon aus, dass so viele Kinder in den Martinshöfen wohnen werden, dass es der Zweizügigkeit förderlich sein wird“, sagte Erl. Der 1300 Meter lange Schulweg sei ihr nicht sicher genug.

„Eltern aus den Martinshöfen werden ihr Kind fahren“, glaubt Erl. Dagegen sei ihrer Ansicht nach der Weg zur Dalberg-Grundschule über die Bleiche in der Innenstadt besser. Allerdings wären hierbei zuvor der Zebrastreifen an der Schwarzkreuzstraße und danach die Jahnstraße zu queren.

Die von der Verwaltung vorgesehene Strecke führt an der Fußgängerampel in Höhe der Feuerwache über die Wallstadter Straße und unter der Eisenbahnbrücke hindurch. Kurz dahinter geht es nach links auf Gehwegen bis zur Fußgängerampel über die Benzstraße und weiter zur ALS in der Breslauerstraße. „Wir reden hier über den sichereren Schulweg“, betonte Schmutz. Er sei sich mit Lehrern und Schulleitung auch einig, dass beim Klassenteiler schon zwei Schüler mehr oder weniger entscheidend für die Zweizügigkeit sein könnten. pj