Ladenburg

Ladenburg Friedensgebet und „KirchenKino“ in der Stadtkirche

Mauerfall und Pogrome im Fokus

„Der 9. November ist kein Tag wie jeder andere“, sagt Pfarrer David Reichert von der evangelischen Kirchengemeinde Ladenburg. Denn zu vieles sei an diesem Tag geschehen, was die Geschichte Deutschlands und der ganzen Welt positiv wie negativ geprägt habe. Deshalb solle an diesem Jahrestag auch an die Kriege, die Novemberpogrome von 1938 sowie an den Mauerfall von 1989 erinnert werden.

Beim Friedensgebet stehen am Samstag, 9. November, um 19.30 Uhr, in der evangelischen Stadtkirche der Dank für die „Friedliche Revolution“ sowie die Bitte um Frieden und Versöhnung überall auf der Welt im Mittelpunkt. „Gerade in der heutigen Zeit mit wieder aufkeimenden nationalen, populistischen und rassistischen Tendenzen ist das Gedenken an ein friedliches Beenden ungerechter ideologischer Strukturen wichtiger denn je“, schreibt Reichert in seiner Mitteilung. Zugleich müsse die Erinnerung an die Gräueltaten des Nationalsozialismus wachgehalten werden, die in den Pogromen am 9. November 1938 ihren ersten schockierenden Höhepunkt erfuhren.

Am Ende Gedenkenaustausch

Beim anschließenden „KirchenKino“ ab 20.15 Uhr ist die Tragikomödie „Bornholmer Straße“ zu sehen. Der Film aus dem Jahr 2014 beschreibt die Ereignisse um die Öffnung der Berliner Mauer am Grenzübergang Bornholmer Straße auf tragisch-komische Art und Weise. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich bei Getränken und Knabbereien über die Eindrücke auszutauschen. pj

Zum Thema