Ladenburg

Ladenburg Lisa Bauer mit Cheerleading-Team „Six Shooters – Red Scarves“ Vierte bei EM

Mehr Sport als Show

Man kennt Cheerleader vor allem von US-amerikanischen Sportarten her: Mädchen und junge Frauen stimmen das Publikum tanzend auf das bevorstehende oder laufende Spiel ein. Weniger bekannt ist, dass sich das Cheerleading, also das Beifall anführen, längst zu einer eigenen Sportart entwickelt hat. Elemente aus Turnen, Akrobatik und Tanzen faszinieren Lisa Bauer aus Ladenburg bereits seit 15 Jahren. Zusammen mit ihrer siebenköpfigen Gruppe wurde sie jetzt in Heidelberg Vierte der Europameisterschaften.

Amtierender Landesmeister

„Wir hatten uns mehr erhofft, sind aber trotzdem stolz“, sagt Bauer vom Team „Six Shooters – Red Scarves“. Die insgesamt sieben Frauen gehören zum American Footballclub der Mannheim Bandits und feuern diese bei Heimspielen an. Bauer sowie Frederike Seibold, Anne Gruber, Janet Zirkel, Stefanie Fischer, Friederike Fink und Trainerin Romina Ambrosi sind aber auch die amtierenden Landesmeisterinnen im Cheerleading und haben bei den jüngsten Deutschen Meisterschaften den dritten Platz belegt.

Im vergangenen Jahr wurden die Frauen aus der Region zwischen Mannheim und Bruchsal sogar Europäischer Vizemeister. Diesmal bekam das Team für seine Routine, wie der einstudierte Durchlauf von rund zweieinhalb Minuten Länge im Fachjargon heißt, immerhin so viele Punkte wie noch nie zuvor. Sie traten in der Kategorie „Master PomDance“ an, in der alle Teilnehmerinnen über 25 Jahre alt sein müssen.

„Cheerleading ist nicht nur Puschel oder genauer: PomPoms werfen, sondern Hochleistungssport“, klärt Bauer einen verbreiteten Irrtum auf. Das Programm besteht aus Drehungen, Sprüngen, verschiedenen Formationswechseln und Spagaten. Regulär trainiert das Team einmal wöchentlich. Doch während der Meisterschaftsvorbereitung sind regelmäßig auch Wochenenden verplant. „Nach der Meisterschaft ist vor der Meisterschaft“, sagt Bauer an, wie es weitergeht. Sobald die Saison vorbei sei, werde schon die nächste Routine einstudiert. „So arbeiten wir fast ein komplettes Jahr lang an einem Programm“, führt Bauer aus. Neue Gesichter seien willkommen. Wer Interesse habe, möge sich per E-Mail an Trainerin Ambrosi wenden (r.ambrosi@banditsfootball.de). pj