Ladenburg

Ladenburg Zentralen Gutachterausschuss in Weinheim einstimmig befürwortet / Schmutz: „Er ist alternativlos“

Mehrwert durch Bündelung erhofft

Archivartikel

Für den Ladenburger Bürgermeister Stefan Schmutz ist der geplante gemeinsame Gutachterausschuss mit Sitz in Weinheim alternativlos: „Da sind wir Bürgermeister uns im Arbeitskreis alle einig“, sagte der Rathauschef am Mittwoch im Gemeinderat. Wie der „MM“ bereits aus weiteren Gemeinden im Verbreitungsgebiet dieser Ausgabe berichtete, treffen insgesamt 14 Kommunen in der Umgebung eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung.

Es geht darum, Grundstückswerte ab 1. Januar 2021 weiterhin fachkundig zu ermitteln. Dazu gilt es umfangreiche Vorbereitungen zu treffen, weil die bisher jeweils örtlich geregelten Aufgaben zentral an die Stadt Weinheim übergehen. Denn es stehen in kleinen Gemeinden nicht genügend Kauffälle zur Verfügung, um die gesetzlich geforderten Daten zum Grundstücksmarkt ableiten zu können.

„Wir sind froh, dass Weinheim das orchestriert, aber diese Dienstleistung gibt es nicht umsonst“, erklärte Schmutz. So sei Ladenburg mit rund 2,40 Euro pro Einwohner, also rund 28 000 Euro, an den jährlichen Gesamtkosten von rund 376 000 Euro für Geschäftsstelle, Personal und Entschädigungen der Gutachter beteiligt. Das sind laut Informationsvorlage der Stadt 7,3 Prozent der Gesamteinwohnerzahl von rund 160 000, was in etwa dem Anteil der künftig 100 bis 120 Kaufverträge in Ladenburg an der zu erwartetenden Gesamtzahl von rund 1700 entsprechen soll. Durch die Bündelung der Aktivitäten werden Synergieeffekte erwartet.

Bis zu fünf Experten

„Auch wir hatten die vergebliche Hoffnung, dass die Kosten sinken würden und wünschen uns dafür jetzt einen Mehrwert von der Vereinbarung“, sagte Max Keller (Grüne). Der Fraktionssprecher schlug deshalb vor, über die Ergebnisse des gemeinsamen Ausschusses nach ein, zwei Jahren zu sprechen. „Wir möchten betonen, dass wir allen bisherigen Gutachterausschüssen danken, und dass es darum geht, die Qualität über ein bereits sehr gutes Niveau noch weiter anzuheben“, sagte Steffen Salinger (SPD). Diese Vereinbarung sei schon vor vier Jahren auf den Weg gebracht worden. „Ich hoffe, dass alle bisherigen Gutachter aus Ladenburg auch in Weinheim tätig sind, denn sie werden das auch dort gut machen“, signalisierte ebenso Gudrun Ruster (Freie Wähler), dass sie mit der bisher geleisteten Arbeit des Ausschusses um Hans Kuhn zufrieden sei.

Schmutz führte aus, dass Ladenburg bis zu fünf Gutachter in den Ausschuss entsenden dürfe und er davon auszugehe, dass alle bisherigen Ehrenamtsinhaber weiterhin tätig bleiben. Am Ende fiel die Entscheidung einstimmig aus.

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